Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Im Kampf um Ressourcen

50 Christen in Nigeria getötet

Bei einem Überfall auf ein Dorf im Bundesstaat Benue sind durch die Hand der Fulani-Milizen zahlreiche Christen gestorben. Grund dafür soll ein Streit um Land sein.
Nigerianische Christen und muslimische Fulani-Hirten sind immer wieder in Konflikte verwickelt.
Foto: Adekunle Ajayi (imago stock&people) | Nigerianische Christen und muslimische Fulani-Hirten sind immer wieder in Konflikte verwickelt. Nun starben 50 Christen durch die Hand der Fulani-Milizen.

Im nigerianischen Bundesstaat Benue sind bei einem Überfall auf das Dorf Ayati mindestens 50 Christen getötet worden. Fulani-Milizen, unterstützt von kriminellen Banden, sollen für das Massaker verantwortlich sein. Das berichtet das Schweizer Webportal „Livenet“. Die Gewalt soll auf einen Streit um Land zurückzuführen sein, bei dem Kriminelle das Land der Dorfbewohner an die Fulani „verkauft“ haben sollen. Umweltfaktoren wie die fortschreitende Wüstenbildung in der Sahelzone haben nach Angaben des Fidesdienstes, einer vatikanischen Nachrichtenagentur, den Kampf um die Ressourcen Wasser und Land im Rahmen des uralten Konflikts zwischen Viehzüchtern wie den Fulani und sesshaften Bauern verschärft.

Lesen Sie auch:

Nigeria: Eines der gefährlichsten Länder für Christen

Die Fulani sind ein Nomadenvolk, das in verschiedenen Teilen Nigerias und in der gesamten Sahelzone lebt. Sie sind überwiegend muslimisch und setzen sich aus Hunderten von Clans unterschiedlichster Abstammung zusammen, von denen die meisten keine Extremisten sind. Es gibt jedoch einige bewaffnete Fulani, die der islamistischen Ideologie anhängen. Nigeria ist für Christen eines der gefährlichsten Länder der Welt. Laut dem Weltverfolgungsindex 2024 des christlichen Hilfswerks Open Doors wurden zwischen dem 1. Oktober 2022 und dem 30. September 2023 insgesamt 4.118 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Das Land verzeichnet mit 3.300 gemeldeten Fällen auch die höchste Zahl an Entführungen von Christen. DT/chp

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Christen Islamistischer Fundamentalismus Massaker Open Doors

Weitere Artikel

Wer sich mit dem Persönlichkeitsprofil von Messertätern auseinandersetzt, kommt um bestimmte religionssoziolgische Erkenntnisse nicht herum.
15.03.2025, 05 Uhr
Lorenz Jäger
Unter dem Wandel der Gruppe ADF im Kongo leiden vor allem Christen. Was erhoffen sich die Kämpfer von der Zusammenarbeit mit den Islamisten?
28.07.2025, 18 Uhr
Veronika Wetzel

Kirche

Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Mirko Cavar, früher Freikirchler, heute Katholik, lobt die Ökumene bei der MEHR-Konferenz. Er meint, die einzelnen Konfessionen könnten viel voneinander lernen.
08.01.2026, 13 Uhr
Elisabeth Hüffer
Der US-Bischof kritisiert den deutschen Sonderweg und plädiert für eine Synodalität, welche auf pastorale Praxis statt dauerhafte Grundsatzdiskussionen setzt.
09.01.2026, 10 Uhr
Meldung