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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur

Michel Friedman

Michel Friedman (*25. Februar 1956) ist ein deutsch-französischer Jurist, Philosoph, Publizist und Moderator. Er ist Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences und zählt zu den bekanntesten öffentlichen Intellektuellen Deutschlands. Zuvor war er unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses.

 

Steckbrief

Merkmal Information
Geburtsname Julien Michel Friedman
Geburtsdatum 25. Februar 1956
Geburtsort Paris, Frankreich
Aktuelles Amt/Funktion Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences; Publizist und Moderator
Partei Parteilos (bis 2025 CDU)
Staatsangehörigkeit Deutsch, französisch
Ausbildung Studium der Rechtswissenschaft und Philosophie; Promotionen zum Dr. jur. und Dr. phil.

Karriere und Werdegang

Michel Friedman wurde am 25. Februar 1956 in Paris als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender geboren. Seine Eltern gehörten zu den von Oskar Schindler geretteten sogenannten „Schindlerjuden“. Mitte der 1960er Jahre zog die Familie nach Frankfurt am Main, wo Friedman aufwuchs.

Nach einem zunächst begonnenen Medizinstudium wechselte er zur Rechtswissenschaft. Er legte beide juristischen Staatsexamina ab, promovierte zum Dr. jur. und ließ sich als Rechtsanwalt in Frankfurt am Main nieder. Später absolvierte er zusätzlich ein Philosophiestudium und wurde auch zum Dr. phil. promoviert. Seit 2016 ist er Honorarprofessor für Immobilien- und Medienrecht an der Frankfurt University of Applied Sciences.

1983 trat Friedman der CDU bei. Er war Stadtverordneter in Frankfurt am Main sowie Mitglied des CDU-Bundesvorstands. Von 2000 bis 2003 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und zugleich als Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses. Im Zuge der sogenannten Friedman-Affäre legte er 2003 seine öffentlichen Ämter nieder. 2025 trat er nach mehr als vier Jahrzehnten aus der CDU aus.

Einem breiten Publikum wurde Friedman vor allem als Fernsehmoderator bekannt. Mit Sendungen wie „Vorsicht! Friedman“, „Studio Friedman“ und weiteren Gesprächsformaten prägte er über viele Jahre die politische Debattenkultur im deutschen Fernsehen. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Bücher und tritt regelmäßig als Autor, Redner und Kommentator zu gesellschaftlichen und politischen Fragen in Erscheinung.

Politische Positionen/Themen

Michel Friedman beschäftigt sich vor allem mit Demokratie, Menschenrechten, Antisemitismus, Erinnerungskultur, Europa sowie Fragen der Rechtsstaatlichkeit. In seinen Publikationen und öffentlichen Auftritten wirbt er für eine offene Debattenkultur und warnt vor Antisemitismus, Extremismus und autoritären Entwicklungen.

Besonders seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 äußert sich Friedman regelmäßig zu den Folgen des Nahostkonflikts, zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland und zur Verantwortung demokratischer Gesellschaften gegenüber Antisemitismus.

Werke/Publikationen

„Kaddisch vor Morgengrauen“ (2005)

„Zeitenwende“ (mit Harald Welzer, 2020)

„Streiten? Unbedingt!“ (2021)

„Fremd“ (2022)

„Mensch! Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten“ (2025)

Fragen und Antworten (FAQ)

Wer ist Michel Friedman?
Michel Friedman ist ein deutsch-französischer Jurist, Philosoph, Publizist und Moderator.

Wann wurde Michel Friedman geboren?
Er wurde am 25. Februar 1956 in Paris geboren.

Welche Funktion hat Michel Friedman aktuell?
Er ist Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences sowie Publizist und Autor.

Welcher Partei gehörte Michel Friedman an?
Er war von 1983 bis 2025 Mitglied der CDU und ist heute parteilos.

Welche Ämter hatte Michel Friedman zuvor?
Er war unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses.

Welche Themen prägen die Arbeit von Michel Friedman?
Zu seinen Schwerpunkten gehören Demokratie, Menschenrechte, Antisemitismus, Erinnerungskultur, Europa und Rechtsstaatlichkeit.

Abschließende Hinweise

Diese Biografie gibt den Stand bis Juli 2026 wieder.

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