Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung REZENSION

Leib und Seele: Aus eins wird zwei

Der Mensch als Ebenbild: als unauflösbare Einheit. Eine Rezension zur Gefahr des „falschen Körpers“.
Einheit von Leib und Seele
Foto: Spectra via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Es ist die „Rebellion gegen Gott und seine Schöpfung“, „die in die menschlichen Dramen einer fehlgeleiteten Sexualität führt“.

Franziska Harter rezensiert „Dein Leib – Dein Zuhause. Über die Wahrung der Einheit von Geist und Körper“ von Gabriele Kuby (2021), entstanden als Abschlussarbeit im Rahmen des Studiengangs „Theologie des Leibes“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz.

Frau Kuby stelle dar, „dass es die Rebellion gegen Gott und seine Schöpfung ist, die in die menschlichen Dramen einer fehlgeleiteten Sexualität führt“. Einzig die „Versöhnung des Menschen mit seinem Leib – und dessen Schöpfer“ könne Heilung bringen, nicht das Beherrschen des Leibes durch den Geist, der in ihm „gefangen sei“.

„Im falschen Körper“

Mit der Verbreitung des Transgender-Phänomens habe genau diese Spielart der Leibfeindlichkeit Einzug in die „Kinderzimmer“ gehalten. „Kliniken werden von immer jüngeren – vor allem weiblichen – Kindern und Jugendlichen überschwemmt, die sich „im falschen Körper“ geboren fühlen.“, so Franziska Harter.

Der Mensch aber sei „geschaffen als Gottes Ebenbild, als Mann und Frau, als unauflösliche Einheit von Leib und Seele“. Eine Einheit deren Aufspaltung gesellschaftsverändernde Folgen habe: „Wenn der Mensch nicht sein Körper ist, sondern ‚nur‘ einen Körper hat, dann folgt daraus, dass man ihn und den Körper anderer Menschen zum eigenen Vorteil und zur eigenen Lustbefriedigung benutzen Kann. Das führt jedoch nicht zur Unterwerfung des Körpers, sondern dazu, dass der Mensch – vor allem die Frau – mit seinem Körper im dauerhaften Krieg lebt und er am Ende zum Gefangenen seiner Sexualität wird.“

Lesen Sie auch:

Gabriele Kuby sieht die rasante Etablierung von sozialen Medien als weitere Entwicklung dieser zunehmenden Ent-Leibung: „Zwar habe die digitale Kommunikation während der Corona-Pandemie einen Großteil der Bevölkerung ein stückweit vor völliger Vereinsamung bewahrt, jedoch finde echte Begegnung zweier Menschen nur in leiblicher Präsenz statt.“ DT/jmo

Lesen die sie gesamte Rezension in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Gabriele Kuby Hochschule Heiligenkreuz Kunstkritik/Rezension

Weitere Artikel

Demokratie ist kein Lieferservice, sondern eine Mitmachküche: Wir brauchen in krisenhaften Zeiten den Mut zur Mitverantwortung statt memmenhafter Metzeleien am Stammtisch.
17.05.2026, 11 Uhr
Thomas Schwartz
Jetzt ist Schluss mit toxisch! Eine humorvolle Rezension unter erschwerten Bedingungen im ganz normalen, schnöden Alltag.
01.02.2026, 19 Uhr
Simone Müller
Der emeritierte Bischof von Eichstätt befürchtet eine Abkehr von der biblischen Anthropologie und warnt vor einem pastoralen Ansatz ohne theologisches Fundament.
03.12.2025, 12 Uhr
Meldung

Kirche

Bei „Mariä Himmelfahrt" geht es weniger darum, ob Maria gestorben ist, als um die Hoffnung auf die Auferstehung und die Vollendung des Menschen bei Gott.
15.08.2026, 04 Uhr
Dorothea Schmidt
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock