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Getötet, nicht gestorben

Eine neue Studie zu Patiententötungen in Kliniken und Heimen offenbart entsetzliche Missstände im Gesundheitssystem.
Obduktion
Foto: Adobe stock | An Orten, in denen Menschen geholfen werden soll, rechnet offenbar kaum jemand mit Tötungsdselikten.

Sterben und Tod gehören in Kliniken und Heimen zum Alltag. Das erschwert es, Patiententötungen früh zu entdecken. Hinzu kommt: Obwohl Tötungsmittel in Einrichtungen des Gesundheitswesens für die Täter besonders leicht zugänglich sind, rechnet an Orten, in denen Menschen geholfen werden soll, offenbar kaum jemand mit derartigen Verbrechen. Das ist jedoch naiv, wie die Ergebnisse einer jetzt erschienenen Studie zeigen.

Mindestens 205 Patienten als Opfer

Für die in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ erschienene Studie hat der deutsche Psychiater Karl-Heinz Beine zwölf juristisch aufgearbeitete und mit einem Urteil abgeschlossene Tötungsserien in Krankenhäusern und Heimen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, denen mindestens 205 Patienten zum Opfer fielen, minutiös untersucht. Die tatsächliche Zahl der Getöteten dürfte noch weit höher liegen.

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Alle 17 Täter wurden psychiatrisch begutachtet. Bei 15 wurde eine uneingeschränkte Schuldfähigkeit festgestellt. Nur zwei wurden als vermindert schuldfähig eingestuft. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass viele der Patiententötungen hätten verhindert werden können, wenn Warnsignale rechtzeitig erkannt und ihnen nachgegangen worden wäre.  DT/reh

Welche das sind und was daraus für die Zukunft folgen müsste, lesen Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ im Ressort „Glauben & Wissen“.

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