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Kentler: Bald auch in Ihrer Berliner Kita!

Die Berliner Senatsverwaltung lernt nicht aus ihren Fehlern: Nun will sie die auf den Thesen des pädophilen Täters Helmut Kentler basierende Sexualpädagogik flächendeckend in Kitas einführen.
Kinder malen
Foto: Alicja / Pixabay | Eigentlich soll die Kita ein Schutzraum sein, in dem Kinder sicher sind. Doch in Berlin setzt man Kinder nun unsäglichen pädophilen Experimenten aus.

Hinweis der Redaktion:
Inzwischen hat der Berliner Staatssekretär für Jugend und Familie, Falko Liecke (CDU), mitgeteilt, man habe den Entwurf des „Berliner Bildungsprogramms für Kitas und Kindertagespflege“, der auch die Einführung von „individuellen Erfahrungsräumen“ für Kleinkinder vorsah, zurückgezogen. Die ausführliche Berichterstattung dazu finden Sie hier.


Es klingt eigentlich unglaublich: Gerade eben noch hat die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie den Abschlussbericht zum unheilvollen Wirken des Reformpädagogen und pädophilen Täters Helmut Kentler in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht. Da wird bekannt, dass genau dieselbe Senatsverwaltung plant, die Thesen der „emanzipatorischen Sexualpädagogik“ von eben jenem Helmut Kentler in den Berliner Kitas in die Tat umzusetzen. 

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Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, sieht ein neuer Entwurf des „Berliner Bildungsprogramms für Kitas und Kindertagespflege“ die Einführung von „individuellen Erfahrungsräumen“ für Kleinkinder vor. Was dort passieren soll, zitiert die „Junge Freiheit“ aus dem Entwurf: „Kinder entdecken ihre eigenen Geschlechtsteile, erforschen sie intensiv und möchten diese Erfahrungen mit anderen Kindern teilen. Sie lieben es zu spielen und entdecken ihren Körper zum Beispiel über Rollen- oder Bewegungsspiele.“ Aber seien Sie beruhigt, liebe Eltern, „aufgrund des Verletzungsrisikos“ sollen anale und orale Penetrationen vermieden werden. Und: Es werde darauf geachtet, dass die Sexspiele „von gemeinsamen Absprachen begleitet“ werden. Bevor ein Sechsjähriger Ihrer dreijährigen Tochter also ans Höschen geht, bittet er also freundlich um Erlaubnis.

Unsägliche Experimente

Bei der Vorstellung des Abschlussberichts zu „Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe“ am Freitag sprach Berlins Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) von „unsäglichen Experimenten“, die während des bedrückendsten Kapitels der Geschichte der Berliner Kinder- und Jugendhilfe durchgeführt worden seien. Ob ihr bewusst ist, dass das, was ihre Senatsverwaltung nun Kleinkindern zumuten möchte, unmittelbar auf Helmut Kentlers Mist gewachsen ist? Wenn Sie den Ergebnisbericht genau gelesen hat, dann sollte es das sein. Dort wird nicht nur die Rolle der Berliner Senatsverwaltung, vor allem des Landesjugendamts West-Berlin, in dem deutschlandweiten Netzwerk von pädophilen Tätern festgehalten. Dort wird auch herausgearbeitet, „wie sowohl Akteure der wissenschaftlichen Sozialpädagogik als auch der Sexualpädagogik bis heute wirkende Diskurse geschaffen haben, die als Verdeckungsmodi sexualisierter Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe beschrieben werden können“.

Im Zentrum der von Helmut Kentler entwickelten „Emanzipativen Sexualpädagogik“ steht die These von der kindlichen Sexualität, die es zu befreien gelte. „Genau diese Befreiungsrhetorik wird zu einer pädagogischen Begründungsform, um die Grenzen zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität zu verwischen“, heißt es in dem Bericht. Im Klartext: Die These, dass bereits Kinder ein Recht auf das Ausleben ihrer Sexualität hätten, war in den Siebziger- und Achtzigerjahren ein beliebtes Argumentationsmuster pädophiler Aktivisten, die die Legalisierung von Sex mit Kindern forderten. 

Pädophile Phantasien als sexualpädagogisches Konzept

Diese These bildet die Grundlage auch der „Sexualpädagogik der Vielfalt“, die vom Kentler-Schüler Uwe Sielert entwickelt wurde und Eingang in die sexualpädagogischen Leitlinien zahlreicher Kitas gefunden hat – Doktorspiele und Masturbationsräume inklusive. Insofern ist der Berliner Senat beinahe ein Nachzügler: Ein Blick auf die sexualpädagogischen Konzepte zahlreicher katholischer Kitas zeigt, dass die emanzipatorische Sexualpädagogik dort bereits an der Tagesordnung ist – absurderweise unter dem Label „Missbrauchsprävention“. Wer’s nicht glaubt, hier ein Beispiel: „In unseren Spiel- und Kuschelecken ist es Kindern erlaubt, ihren frühkindlichen sexuellen Bedürfnissen nachzugehen, wie sich selber zu streicheln, sich gegenseitig zu betrachten und miteinander zu kuscheln“, erklärt das Konzept einer katholischen KiTa im Bistum Münster.

Die Berliner Senatsverwaltung täte gut daran, Kinder in Zukunft besser zu schützen, als sie das früher getan hat. Wenn die Aufarbeitung der pädophilen Schandtaten der Vergangenheit zu mehr nutzen soll, als in dicken Akten zu verstauben, dann müssen die unsäglichen Thesen der „emanzipatorischen Sexualpädagogik“ endlich aus den Kitas und Schulen verschwinden.

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