Impulse des „Instituts für Ehe und Familie“ für Tagespost-Leser

First things first

Wenn alles dringlich scheint: durchatmen, innerlich zur Ruhe kommen und die Prioritäten richtig setzen.

Priorität zuerst - Ermutigende Worte in Coronazeiten
Was wir jetzt in Corona-Zeiten besonders benötigen, ist der Blick auf das Schöne: Es gilt, über die Grenze des Jetzt hinauszudenken. Foto: Christian Charisius (dpa)

Ein Mann geht im Wald spazieren, plötzlich sieht er einen Holzfäller, der hektisch und unter großer Mühe dabei ist, einen riesigen Baumstamm zu zerteilen. Es kostet den Arbeiter sichtlich viel Kraft, denn er stöhnt und schwitzt in seiner großen Anstrengung. Der Mann möchte wissen, warum die Arbeit so unglaublich schwer ist, und tritt näher. Mit einem Blick erkennt er das Problem und sagt zu dem Holzfäller: „Ihre Säge ist ja ganz stumpf, warum schärfen Sie sie denn nicht?“ Der Holzfäller schaut nicht einmal hoch, sondern zischt durch die Zähne: „Dazu habe ich keine Zeit, ich muss doch sägen!“

Die Energie nicht in die falsche Richtung investieren

Es gibt Momente, da türmen sich unerledigte Aufgaben, gleichzeitig kommen ständig neue Dinge dazu, die nicht minder dringend zu sein scheinen. Dann besteht die Gefahr, dass man mitten im Geschehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, dass man nicht mehr erkennt, was zuerst zu tun ist, was wichtig ist und was dringend – und die Energie in die falsche Richtung investiert.

In der Geschichte vom Holzfäller hat jeder von uns die notwendige Distanz zur Handlung und sieht mit einem Blick, was ganz offensichtlich ist: Das kann nicht gut gehen! Wieso erkennt der Arbeiter nicht, was zu tun ist?

Kurz durchatmen, innerlich zur Ruhe kommen

Im eigenen Leben, im Stress des eigenen Alltags fällt uns das nicht mehr so leicht. Selbst wenn man den Tag gut geplant hat, gibt es unerwartete Wendungen, die ein Umdenken erfordern. Wenn das Baby vor Hunger weint, die Waschmaschine akustisch meldet, dass sie auszuräumen ist, der Postbote klingelt und das Kleinkind am WC um Hilfe ruft, während man selbst das Essen auf dem Herd beaufsichtigt, damit es nicht anbrennt – in solchen Situationen ist man im ersten Moment einfach überfordert. Dann hilft kurzes Durchatmen, innerlich zur Ruhe kommen und die Prioritäten wieder richtig setzen. „First things first.“ Die Waschmaschine kann da schon mal warten…

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ehe und Familie (IEF) in Wien, einer Einrichtung der Österreichischen Bischofskonferenz, bietet Ihnen „Die Tagespost“ für die Dauer der Corona-Krise täglich einen Tipp für Ehen und Familien. Weitergehende Hintergründe, Informationen und Analysen finden Sie in Ihrer jeden Donnerstag erscheinenden TAGESPOST sowie auf www.ief.at/coronahilfe

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