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Gestohlenes Kreuz von Benedikt XVI.: Dieb muss ins Gefängnis

Das Amtsgericht Traunstein verurteilte den Täter aus Tschechien zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. Das Kreuz ist noch nicht wieder aufgetaucht.
Benedikt XVI. vermachte sein Pektorale seiner Heimatpfarrei St. Oswald in Traunstein.
Foto: imago stock&people (imago stock&people) | Benedikt XVI. vermachte sein Pektorale seiner Heimatpfarrei St. Oswald in Traunstein.

Der Mann, der im Juni letzten Jahres ein Brustkreuz von Papst Benedikt XVI. aus einer Kirche im oberbayerischen Traunstein entwendet hat, muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. So hat es das Amtsgericht im oberbayerischen Traunstein verfügt, berichtete die Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag. Das Urteil sei allerdings noch nicht rechtskräftig.

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Papst-Kreuz hat hohen ideellen Wert

Laut Gericht will der Täter, ein 53-jähriger Tscheche, dafür sorgen, dass das Kreuz, das derzeit bei einem Bekannten liege, zurückgebracht wird. Zuvor hatte er zum Verbleib des Kreuzes geschwiegen. Der Wert des Kreuzes ist nicht genau ermittelbar, er wird auf mindestens 800 Euro geschätzt und besitzt für die Gläubige einen sehr hohen ideellen Wert. Benedikt XVI. hatte es der Pfarrei St. Oswald, seiner Heimatpfarrei, vermacht. Hier feierte er 1951 als frisch geweihter Priester seine Primiz.

Neben dem Pektorale hat der mehrfach Vorbestrafte auch Geld aus einer Kassette des Zeitschriftenverkaufsstandes in der Kirche mitgenommen. Der angerichtete Schade beläuft sich auf 2.000 Euro. Für Hinweise, die dazu führen, das Kreuz zu finden, hat das Das Bayerische Landeskriminalamt 1.000 Euro ausgesetzt. Entsprechende Angaben nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (0 89) 1 21 20 entgegen.  DT/dsc

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