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Corona: Kinder sind verunsichert und verstört

Erwachsene müssen „in einer verrückten Welt ein höchstmögliches Maß an Sicherheit herstellen“, sagt die Kinderpsychotherapeutin Barbara Haid.
Kinder mit psychischen Problemen
Foto: Frank Leonhardt (dpa) | Eine am Donnerstag publizierte Studie der Donau Universität Krems bestätigte, dass mittlerweile 62 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Jungen eine „mittelgradige depressive Symptomatik“ aufweisen.

Kinder sind durch die Corona-Krise „in einem hohen Maß verunsichert“, sagt die österreichische Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Barbara Haid im Interview mit der „Tagespost“. Die Verunsicherung der Erwachsenen, insbesondere der Eltern, Kindergartenpädagogen und Lehrer, übertrage sich auf die Kinder, die darauf „irritiert“ reagieren.

Depressionen, Angst- und Schlafstörungen verfünffacht

Tatsächlich bestätigt eine am Donnerstag publizierte Studie der Donau Universität Krems, dass mittlerweile 62 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Jungen eine „mittelgradige depressive Symptomatik“ aufweisen. Depressionen, Angst- und Schlafstörungen hätten sich verfünffacht, teilweise verzehnfacht. Etwa 20 Prozent der Mädchen und 14 Prozent der Jungen würden unter wiederkehrenden suizidalen Gedanken leiden.

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Die Kinderpsychotherapeutin Barbara Haid nennt im „Tagespost“-Interview neben depressiven Symptomen und aggressivem Verhalten auch psychosomatische Reaktionen wie Essstörungen, Schlafstörungen und Haut-Reaktionen. Dramatischer als die objektive Seite der Krise sei für die Psyche der Kinder die Irritation der erwachsenen Bezugspersonen: „Eltern dürfen schon sagen, dass sie selbst verunsichert sind, aber es muss klar sein, dass alle Verantwortung bei den Erwachsenen liegt.“ Es sei die Aufgabe der Erwachsenen, „in einer verrückten Welt ein höchstmögliches Maß an Sicherheit herzustellen“.  DT/sba

Lesen Sie das vollständige Interview mit der österreichischen Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Barbara Haid am kommenden Donnerstag in der Tagespost.

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