Erfurt/Würzburg

Webb-Teleskop bestärkt 13 Prozent in Ehrfurcht gegenüber Gott

Die ersten Aufnahmen des neuen James-Webb-Weltraumteleskops gingen um die Welt. Ehrfurcht gegenüber Gott lösen sie bei den meisten aber nicht aus, wie eine Tagepost-Umfrage ergibt.
James-Webb-Weltraumteleskop
Foto: IMAGO/NASA, ESA, CSA, STScI (www.imago-images.de) | Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Die ersten Aufnahmen des neuen James-Webb-Weltraumteleskops bestärken mich in meiner Ehrfurcht gegenüber Gott.“

Nur 13 Prozent der Deutschen sind von den ersten Aufnahmen des neuen James-Webb-Weltraumteleskops in ihrer Ehrfurcht gegenüber Gott bestärkt worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Die überwiegende Mehrheit von 49 Prozent wurde dadurch nicht bestärkt. Allerdings geben auch 26 Prozent an, nicht zu wissen, wie sie dazu stehen; 13 Prozent wollen keine Angabe machen.

Freikirchler am häufigsten in Ehrfurcht gegenüber Gott bestärkt

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Die ersten Aufnahmen des neuen James-Webb-Weltraumteleskops bestärken mich in meiner Ehrfurcht gegenüber Gott.“ Männliche Befragte geben mit 15 Prozent noch etwas häufiger als weibliche (zehn Prozent) an, von den ersten Aufnahmen des Weltraumteleskops in ihrer Ehrfurcht gegenüber Gott bestärkt worden zu sein.

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Von den katholischen Befragten geben 17 Prozent an, von den ersten Aufnahmen des neuen James-Webb-Weltraumteleskops in ihrer Ehrfurcht gegenüber Gott bestärkt worden zu sein. Bei 38 Prozent ist das Gegenteil der Fall. Von den protestantischen Befragten sind 15 Prozent in ihrer Ehrfurcht gegenüber Gott bestärkt, bei 43 Prozent ist dies nicht der Fall. Ein anderes Bild ergibt sich bei den freikirchlichen Befragten: Von ihnen wurden 27 Prozent von den Aufnahmen des neuen Teleskops bestärkt, nur bei 25 Prozent trifft dies nicht zu. Bei allen konfessionellen Gruppen geben mehr als 30 Prozent an, nicht zu wissen, wie sie zu der Aussage stehen. 

Für die Erhebung wurden 2.062 erwachsene Personen vom 15. bis 18. Juli befragt.  DT

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