British Columbia

Transgender: Vater in Haft, weil er seine Tochter „Tochter“ genannt hat

In Kanada wurde ein Vater verhaftet, weil er gegen behördliche Auflagen verstieß, die „Geschlechtsumwandlung“ seiner 14-jährigen Tochter in der Öffentlichkeit nicht zu kritisieren und die Tochter statt mit „sie“ als „er“ anzureden.
Transgender-Diskussion
Foto: Sebastian Gollnow (dpa) | Als der Vater, Robert Hoogland, von der Geschlechtsumwandlung erfahren hatte, klagte er gegen die Mutter seiner Tochter, von der er getrennt lebt.

In Kanada wurde laut der "New York Post" vor einigen Tagen ein Mann verhaftet, nachdem er gegen eine gerichtliche Anordnung verstoßen hatte, mit der ihm verboten wurde, sich über die Geschlechtsumwandlung seiner Tochter öffentlich zu äußern. Er hatte seinen Teenager als „meine Tochter“ und diese mit den weiblichen Pronomen „she“ und „her“ bezeichnet.

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Vater soll Genderdysphorie besser verstehen

Die heute 15-Jährige „identifiziert sich als Transgender und bevorzugt den Gebrauch männlicher Pronomen“, so die New York Post. Als der Vater, Robert Hoogland, von der Geschlechtsumwandlung erfahren hatte, klagte er gegen die Mutter seiner Tochter, von der er getrennt lebt. Das Gericht verfügte, dass der Vater der Hormontherapie der 15-Jährigen nicht im Wege stehen und dass er versuchen solle, die Genderdysphorie besser zu verstehen. Außerdem sei ihm auferlegt worden, über den Fall nicht mehr mit den Medien zu reden, und er wurde „gewarnt, dass seine öffentlichen Versuche, den Wunsch seines Kindes zu sabotieren, eine Form familiärer Gewalt sei“, so die New York Post weiter.

Seit dem Alter von elf Jahren identifiziere sich die Tochter als Junge und habe ihren Namen mit zwölf Jahren geändert, als sie sich mit der Unterstützung ihrer Mutter – einer Psychologin und Endokrinologin - einer Hormontherapie unterzog, wie die New Yorker Tageszeitung berichtet. Die Weigerung des Vaters, die Entscheidungen seiner Tochter in Bezug auf „Genderidentität ist ärgerlich“, schrieben der Oberste Richter Robert Bauman und Richterin Barbara Fisher vom British Columbia Court of Appeal, dem höchsten Appellationsgericht der kanadischen Provinz British Columbia, in ihrer Entscheidung vom Januar 2021. Demnach habe die Ablehnung der Identität seines Kindes diesem „erhebliches Leid“ zugefügt, was „zu einem Bruch dessen geführt hat, was beide Parteien als eine ansonsten liebende Eltern-Kind-Beziehung bezeichnen“, wie die Richter schrieben. Dieser Bruch sei nicht im Interesse des Kindes, heiße es in dem Beschluss weiter: Es „wünscht sich und braucht eindeutig die Akzeptanz und Unterstützung seines Vaters“.

Im April findet der Prozess statt

Auf der Webseite einer Spendenaktion für seinen Rechtsstreit, mithilfe derer er bereits mehr als 22.000 kanadische Dollar gesammelt habe, schrieb der Vater: „Die extreme Linke hat am Donnerstag, den 4. März, einen Haftbefehl erlassen! Ich werde mich ihm am 16. März ausliefern!“ Vom 12. bis zum 16. April werde sein fünftägiger Prozess stattfinden: „Dieser Prozess, der mich bis zu fünf Jahre in Haft bringen könnte, weil ich die Wahrheit über staatlich geförderte Kindesmisshandlung gesagt habe. Übrigens bin ich derzeit blockiert, jegliche Videos zu teilen, die gegen die Sterilisierung von Kindern Stellung nehmen“, so Hoogland weiter.

Er frage sich zudem: „Was geschieht, wenn die Blase explodiert und die Wahnvorstellung endet? Sie kann es nicht mehr rückgängig machen, um ein Mädchen in dem gesunden Körper zu sein, den sie haben sollte. Diese Kinder begreifen es nicht. Welche 13-Jährige denkt schon daran, eine Familie und Kinder zu haben?“ Was für ein Vater wäre er denn, „wenn sie in zehn Jahren ihre Geschlechtsumwandlung rückgängig macht und mich fragt ‚warum hast du nichts getan, um das zu stoppen‘?“  DT/ks

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Meldung Eltern-Kind-Beziehung Kindesmissbrauch Transgender

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