Feuilleton

Neues Buch von Manfred Lütz: Hier ist nichts falsch

Manfred Lütz diskutierte mit einem Agnostiker auf der Bühne der Giordano-Bruno-Stiftung über seines neues Buch.
Manfred Lütz diskutiert mit Giordano-Bruno-Stiftung
Foto: Daniel Biskup | Moderiert wurde die Diskussion von Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Schriftsteller sowie Mitbegründer und Vorstandssprecher der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung.

„Ich will wissen, was an meinem Buch falsch ist“ – Manfred Lütz fordert sein Gegenüber heraus. Polemische Kritik hat er genügend für seinen im Februar erschienenen Bestseller „Der Skandal der Skandale – Die geheime Geschichte des Christentums“ einstecken müssen. Jetzt wollte der bekannte Psychiater, Theologe und Autor wissenschaftliche Argumente hören, die diese Kritik rechtfertigen.

Lütz schlug wissenschaftliche Auseinandersetzung vor

Als ihm die Regionalgruppe Mittelrhein der atheistisch geprägten humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung 100 Papp-Kotzschalen als Reaktion auf seine kirchenhistorische Veröffentlichung ins Krankenhaus schicken ließ, wandte sich Lütz an den Vorsitzenden und schlug vor, zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit seinem Werk kostenlos in eine ihrer Veranstaltungen zu kommen. Daraus entstand die Idee zur „Heidelberger Disputation reloaded“, einem, so wurde es in der Einladung formuliert, „Dialog“ zwischen Manfred Lütz und dem Historiker Rolf Bergmeier.

Moderiert wurde die Diskussion von Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Schriftsteller sowie Mitbegründer und Vorstandssprecher der atheistischen Giordano Bruno Stiftung. Wie Lütz betonte, ging es nicht um die Frage nach Theismus oder Atheismus oder um die Wahrheit des christlichen Glaubens, sondern um wissenschaftliche Fakten zur Kirchengeschichte.

Lütz: Kirche hat Emanzipation der Frau gefördert

So gehörten zu den Themen die oft von Atheisten gegen die Kirche aufgegriffenen Kreuzzüge, die Inquisition oder, womit Lütz seine Zuhörer verblüffte die Tatsache, dass die Kirche die Emanzipation der Frau gefördert habe. Eine insgesamt faire und unpolemische Diskussion.

DT

Ob Manfred Lütz seine Diskussionspartner von der Richtigkeit der Thesen seines jüngsten Werkes überzeugen konnte, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Tagespost vom 20. September.

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