In eigener Sache

Guido Horst wird neuer Tagespost-Chefredakteur

Ein Wechsel in Kontinuität: Guido Horst wird Chefredakteur der „Tagespost“, Barbara Sollfrank übernimmt die Geschäftsführung.
Guido Horst und Oliver Maksan mit Georg Gänswein und Papst em. Benedikt XVI.
Foto: DT | Chefredakteur Guido Horst mit seinem Vorgänger Oliver Maksan zu Besuch beim emeritierten Papst Benedikt XVI. und Erzbischof Georg Gänswein den Vatikanischen Gärten.

Der bereits in der „Tagespost“ vom 4. Juni angekündigte Wechsel in der Chefredaktion und beim Verlag der unabhängigen katholischen Wochenzeitung ist vollzogen. Zum 1. Juli übernimmt der langjährige Rom-Korrespondent der Zeitung, Guido Horst, die Leitung der Redaktion, Frau Barbara Sollfrank wird die neue Verlags-Geschäftsführerin. In diesen Funktionen folgen sie auf Oliver Maksan, der seit Juli 2016 als Chefredakteur und Geschäftsführer für die „Tagespost“ und die Johann Wilhelm Nauman Verlag GmbH verantwortlich war, in der die Wochenzeitung erscheint. 

Die Zeitung weiter verjüngen

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Zu dieser Entscheidung des Herausgebers, der Johann-Wilhelm-Naumann-Stiftung, die durch Dr. Norbert Neuhaus, Bernhard Müller, Clemens Neck und Christoph Konopka vertreten wird, erklärt Neuhaus als Vorsitzender des Stiftungsvorstands: „Der vor vier Jahren mit Oliver Maksan eingeschlagene Weg zeigt seine guten Früchte, aber wir sind noch nicht ganz am Ziel. Wir haben daher in der Nachfolge auf Kontinuität gesetzt und Herrn Guido Horst gebeten, die Chefredaktion zu übernehmen.“ Auch ein inhaltliches Ziel ist damit verbunden. „Gleichzeitig“, so Neuhaus weiter, „wollen wir die Zeitung weiter verjüngen, ausbauen und zukunftsfähig machen, damit die katholische Stimme in Politik und Gesellschaft Gehör findet. Wichtig dabei ist uns, dass sich unsere Leser darauf verlassen können, dass die Regeln eines soliden Journalismus penibel eingehalten werden, indem sachlich und unaufgeregt über alle relevanten Themen aus katholischer Perspektive und in Treue zum Lehramt berichtet wird.“

Sollfrank und Horst sind einem großen Teil der Leserinnen und Leser nicht unbekannt. Geboren 1961 in Würzburg stieß die neue Geschäftsführerin nach einem Studium der Germanistik und Anglistik 1988 zum Naumann-Verlag. Nach einer Ausbildung zur Verlagskauffrau und Wirtschaftsassistentin übernahm sie 1995 Leitungsfunktionen in Verwaltung und Buchhaltung und wurde als Prokuristin 1997 Leiterin der Buchhaltung, des Personalwesens und der allgemeinen Verwaltung. Wer aus dem Kreis der Abonnenten Fragen und manchmal auch Beschwerden vortragen wollte, hatte oft sie am Telefon. Viele Marketing-Fragen und der Bereich der EDV sind hinzugekommen und ohne Frau Sollfrank wären die Umstellung auf eine wöchentliche Erscheinungsweise, aber auch die enge Verzahnung mit der Technik und dem Druckhaus der Würzburger „Mainpost“ gar nicht zu denken gewesen.

Zum deutschen Pontifikat nach Rom

Horst, Jahrgang 1955, begann bereits 1986 bei der „Tagespost“, wechselte 1988 nach Rom, von wo er sechs Jahre als Korrespondent für die Redaktion arbeitete. Nach seiner Rückkehr zu der Zeitung 1998 verstärkte er schon bald die Chefredaktion, bis ihn 2006 das soeben begonnene deutsche Pontifikat wieder nach Rom zurückkehren ließ. 

Horst dankte den Herausgebern für das in ihn gesetzte Vertrauen und freut sich darauf, die Redaktion weiter ausbauen und verjüngen zu können. Aufgrund einer internen Absprache hatte er schon in den vergangenen Jahren den Chefredakteur vertreten und die Arbeit der Redaktion von Rom aus geleitet. Aufgrund der Corona-Epidemie hat dieses Schicksal nun auch seine Kolleginnen und Kollegen ereilt, die wegen der allgemeinen Beschränkungen im Home-Office arbeiten mussten. Zwar in Würzburg gedruckt und in den Versand gebracht, entsteht die „Tagespost“ jetzt seit über einem Jahr in Berlin, an Rhein und Ruhr, in Süddeutschland, Graz, Warschau oder Rom. Auch Marketing, Fundraising und Internet-Betreuung arbeiten dezentral. Diese Erfahrungen will Horst nutzen, um die Zeitung im Sinne der Qualität des Produkts flexibler und näher an den Lebenswirklichkeiten der Leserinnen und Leser zu gestalten.  DT

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

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