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Christen müssen sich nicht alles gefallen lassen

Protest wirkt: Nach Beschwerden hat das ZDF einen verzerrenden Beitrag über das Christentum aus der Mediathek genommen.
Politikredakteur Sebastian Sasse, ZDF-Wagen
Foto: DT / IMAGO / Eibner | Ein Auge zugedrückt hat das ZDF wohl, als der Text für die inkriminierte Ausgabe der "logo!"-Kindernachrichten gedreht wurde.

Die Lehre aus dieser Geschichte: Beschweren lohnt sich. Vor einigen Wochen hatte ein verzerrender Bericht über das Christentum in der ZDF-Kindernachrichtensendung „Logo“ für viele Proteste gesorgt. Nun hat der Sender Konsequenzen gezogen und den Beitrag aus der Mediathek genommen.

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Und damit gibt er auch öffentlich zu, dass ihm hier journalistische Fehler unterlaufen sind. Das kann überall passieren. Bei den Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fällt aber auf, dass solche falschen Perspektiven auf das Christentum immer wieder in Berichten auftauchen. Wie hieß es doch mal: Mit dem Zweiten sieht man besser? Mittlerweile tragen die Mainzelmännchen wohl lieber alle Brille. Und die Verantwortlichen müssen darauf achten, wie diese journalistischen Brillen gefärbt sind, wenn berichtet wird. Sonst verlieren die ÖRR-Sender irgendwann jeden gesellschaftlichen Rückhalt.

Bleibt die positive Erkenntnis: Protest lohnt sich für Christen. Statt an der schlechten Welt zu verzweifeln, lieber einen Brief an den Intendanten schreiben. Das ist eine Konsequenz aus diesem Fall.

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