Der Wind entscheidet, ob man auf die Äolischen Inseln gelangt. Manchmal weht er nur als warme Brise über den Hafen von Milazzo, manchmal fegt er so kräftig über das Tyrrhenische Meer, dass keine Fähre ausläuft. Dann stehen Reisende mit ihren Rucksäcken am Kai und warten – so wie wir. In der antiken Mythologie sollen die Inseln Sitz des Windgottes Äolus gewesen sein. Und tatsächlich scheint es, als habe der Wind hier bis heute das letzte Wort. Für uns bedeutet das zunächst eine ungeplante Nacht in Milazzo. Doch der kleine Hafen an der Nordküste Siziliens weiß mit solchen Situationen umzugehen. Am Pier klirren Gläser, in den Bars wird Aperol ausgeschenkt, und wer die Zeit nutzen möchte, steigt hinauf zum Castello di Milazzo.
Feuerberge, Wind und Meer
Schwarze Lavastrände, rauchende Vulkane und stille Küstenpfade: Die Äolischen Inseln nördlich von Sizilien gehören zu den faszinierendsten Landschaften des Mittelmeers.
