Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Feuilleton

Kreuzfahrerfestung mit touristischem und archäologischem Wert

Erstmals ist eine der jüngsten Schichten in der historischen Stätte Caesarea für Besucher zugänglich. Die Stätte ist einer der wichtigsten archäologischen Parks in Israel.
Die Kreuzfahrerfestung Caesarea
Foto: Andrea Krogmann | Als „Stratonos Pyrgos“ im 6. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern erbaut, erreichte die Siedlung eine erste Blüte in hellenistischer Zeit.

Erstmals ist eine der jüngsten Schichten in der historischen Stätte Caesarea für Besucher zugänglich: Nach aufwendiger Restaurierung wurde die Kreuzfahrerfestung eröffnet, die auf halbem Weg zwischen den israelischen Städten Tel Aviv und Haifa am Mittelmeer liegt. Von König Herodes kurz vor der Zeitenwende zu Ehren des römischen Kaisers Augustus erbaut, erreichte die Stadt auf den Mauern einer älteren Hafensiedlung aus persischer Zeit ihre Blütezeit in der byzantinischen Zeit.

"Einer der wichtigsten archäologischen Parks in Israel"

Vered Sarig Cohen, Managerin des Hafens Caesarea im Nationalpark, betont gegenüber der „Tagespost“ die archäologische Bedeutung der Stätte. „Caesarea ist einer der wichtigsten archäologischen Parks in Israel, sowohl, was seine Größe, als auch die Zahl der Funde aus unterschiedlichsten Epochen anbelangt“, so Cohen.

Als „Stratonos Pyrgos“ im 6. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern erbaut, erreichte die Siedlung eine erste Blüte in hellenistischer Zeit. Herodes' um die Zeitenwende künstlich angelegter Hafen mit seinen Wellenbrechern war seinerzeit der bedeutendste in Palästina. Nach der Zerstörung Jerusalems wurde Caesarea Provinzhauptstadt, ihre Bevölkerungszahl stieg im 2. Jahrhundert nach Christus auf rund 125 000 Einwohner an.

Das 1967 als Nationalpark eingeweihte Gelände ist Privatbesitz der Rothschild-Familie

Das 1967 als israelischer Nationalpark eingeweihte Gelände ist Privatbesitz der Rothschild-Familie. Seine Verwaltung obliegt der Rothschild-Stiftung zusammen mit der israelischen Natur- und Parkbehörde (INPA). Seit Jahren, sagt Vered Sarig Cohen, investiert die Stiftung massiv in die Entwicklung der Stadt und seine touristische Erschließung. Bereits in den letzten drei Jahren hat sich Caesarea nach Angaben der Managerin zu einem der meistbesuchten Parks des Landes entwickelt. Allein 2018 stiegen im ersten Halbjahr die Besucherzahlen um 20 Prozent. Bis 2030 sollen es drei Millionen Besucher jährlich werden.

DT

Warum eine durchdachte Führung des Parks wichtig ist und welche weiteren Projekte in Caesarea laufen, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 08. November.

Themen & Autoren
Archäologische Stätten Augustus Historische Stätten Jesus Christus

Weitere Artikel

Eine kleine Weihnachts-Zeitreise. Auszug aus der Betrachtung „Auf nach Betlehem!“ von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp.
24.12.2025, 12 Uhr
Dominikus Schwaderlapp
Vielleicht staunst du über das Foto, denn es ist noch nicht Weihnachten! Lies nur bis zum Schluss und du entdeckst eine neue Weise, dich auf die Geburt Jesu vorzubereiten.
18.12.2025, 05 Uhr
Sibylle Schmitt Marie-Therese Rouxel

Kirche

Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser