Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Liverpool

Jürgen Klopp: „Ich bin Christ – also, wir sehen uns“

In einer Videobotschaft wendet sich der Liverpooler Trainer Jürgen Klopp an einen krebskranken Fan, der nicht ins Stadion kommen konnte. Es gehe um mehr als um Fußball, so Klopp, es gehe um das Leben.
Jürgen Klopp mit bewegender Botschaft an Fan
Foto: Jan Woitas (ZB) | „Wir denken an dich! Wir sind bei dir!“, versicherte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp in seiner Videobotschaft an einen krebskranken Fan, der nicht ins Stadion kommen konnte.

Der deutsche Trainer des englischen Fußballklubs FC Liverpool hat vor dem Finale der Champions League am Samstag in Madrid eine emotionale Videobotschaft für einen Fan des Klubs, Dave Evans, aufgenommen. Evans konnte aufgrund einer Krebserkrankung die Reise zum Finale nicht antreten. Daher hatte Evans' Ehefrau Spieler des Vereins um Grüße für ihren Mann gebeten.

Klopp bezeichnet Fan als "unglaublichen Kämpfer"

Liverpool-Trainer Klopp reagierte höchstpersönlich und bezeichnete Evans als „unglaublichen Kämpfer“. Die einzige Botschaft, die er übermitteln wolle: „Wir denken an dich! Wir sind bei dir!“. Er könnte jetzt Vergleiche anstellen mit den Leistungen des Teams über das Jahr hinweg, so Klopp weiter, „aber bei dir geht es um mehr als um Fußball. Es geht um das Leben“.

Klopp nahm seine Videobotschaft „eine Stunde vor dem Abflug nach Madrid“ auf. Sein Team gewann später das Spiel gegen Tottenham Hotspur mit 2:0. „Das einzige, was wir über das Jahr hinweg versucht haben, war den Menschen etwas Hoffnung und Freude zu schenken, ein paar gute Momente, die man nicht vergessen wird“, so der 51-Jährige. Diese Momente wollen er und das Team teilen. „Dadurch werden wir zu Freunden.“ Er wünsche Evans von ganzem Herzen nur das Beste. „Ich bin Christ – also, wir sehen uns.“

„Das ist einfach alles, was mich ausmacht, was mich leitet,
was meine moralischen Prinzipien festlegt. Mein roter Faden
durchs Leben ist mein Glaube, ganz klar“
Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool

Klopp ist evangelischer Christ – in der Vergangenheit sprach er öffentlich immer wieder über seinen Glauben. „Das ist einfach alles, was mich ausmacht, was mich leitet, was meine moralischen Prinzipien festlegt. Mein roter Faden durchs Leben ist mein Glaube, ganz klar“, so der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund einmal im Gespräch mit der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ (KNA).

Zudem bete er täglich, so Klopp im selben Interview. Jedoch nicht um den Sieg, „sondern um Kraft, um Besonnenheit, um die notwendige Ruhe, die Dinge richtig einzuschätzen“.

DT/mlu

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Maximilian Lutz Evangelische Kirche

Weitere Artikel

Sie eine Brentano, er ein von Arnim; sie liebte Berlin, er das Landleben; Sie war katholisch, er evangelisch. Ihre Geschichte bestätigt das Klischee: Gegensätze ziehen sich an.
22.10.2025, 07 Uhr
Rocco Thiede

Kirche

Beim Empfang für die auswärtigen Diplomaten bemängelt der Papst die Meinungsfreiheit im Westen und übt scharfe Kritik an der wachsenden „Kriegslust“.
14.01.2026, 11 Uhr
Giulio Nova
Prominente Redner, beeindruckende Musikacts und inspirierende Zeugnisse: Die MEHR-Konferenz 2026 überzeugt mit ihrer Vielseitigkeit. Ein Besuch bei den „hippen Missionaren“ in Augsburg.
13.01.2026, 16 Uhr
Marika Bals
Das neue Jahr beginnt mit dem päpstlichen Segen: Ein Blick hinter die Kulissen der Privataudienz der „Tagespost“ und des „Neuen Anfangs“ bei Papst Leo XIV.
13.01.2026, 15 Uhr
Franziska Harter
Abrechnung mit Franziskus: Der Hongkonger Kardinal Joseph Zen ließ bei dem Kardinalstreffen in Rom offenbar kein gutes Haar am Synodalen Prozess des verstorbenen Papstes.
13.01.2026, 10 Uhr
Meldung
Die Krippendarstellung in einer Stuttgarter Christmette habe „Irritation, Unverständnis und Ärger ausgelöst“ und werfe Fragen nach liturgischer Verantwortung auf.
13.01.2026, 09 Uhr
Meldung