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Ermittler fördern Skandal zutage

„The Report“ erzählt nach wahren Begebenheiten von der Untersuchung des US-Senats, die die CIA-Verhörmethoden bloßlegte.
Garcías Filmtipp: "The Report"
Foto: Atsushi Nishijima | Als Ermittler des US-Senats soll Daniel J. Jones (Adam Driver) eine Untersuchung über die Foltermethoden der CIA nach dem 11. September leiten. Seine Ergebnisse führten dazu, dass das CIA-Programm eingestellt wurde.

Der Name Abu-Ghuraib wurde im Mai 2004 zum Synonym von Folter und schwerem Missbrauch, als in die Medien gelangte Berichte und Fotos belegten, dass im gleichnamigen Zentralgefängnis in Bagdad die US-Besatzungstruppen irakische Gefangene vergewaltigten, misshandelten und folterten, in etwa 100 Fällen bis zum Tod. Die Insassen seien zu „90 Prozent unschuldig“ gewesen, erklärte später die damalige Abu-Ghuraib-Kommandantin Janis Karpinski. Im Zentralgefängnis sollten nicht nur Menschen weggesperrt, sondern auch Informationen für den militärischen Nachrichtendienst beschafft werden.

Wie weit der US-Geheimdienst zu gehen bereit war

Auf wahren Ereignissen basierend, erzählt der Spielfilm „The Report“ von Daniel J. Jones (Adam Driver), der als Ermittler des US-Senats von der Senatorin Dianne Feinstein (Annette Bening) den Auftrag erhält, eine Untersuchung über die Verwendung von Folter durch die CIA nach den Anschlägen vom 11. September zu leiten. Seine Suche nach der Wahrheit bringt ans Licht, wie weit der US-Geheimdienst bereit war zu gehen, um Beweise zu untergraben.

 

Drehbuchautor und Regisseur Scott Z Burns bekennt den Einfluss von Politthrillern wie „Die drei Tage des Condor“ (Sydney Pollack, 1975) und „Die Unbestechlichen“  (Alan J. Pakula, 1976) auf seinen Film. Denn in „The Report“ geht es ebenfalls darum, die fragwürdigen Methoden des Geheimdienstes an den Pranger zu stellen.

Regisseur gelingt es trotz komplexen Stoffes, Wesentliches mitzuteilen

Auch wenn sich der Sachverhalt ziemlich komplex ausnimmt – allein die Zusammenfassung des Berichts von Daniel Jones umfasste 400 Seiten – und der Film mehrere Zeitsprünge macht, etwa auch um die schockierenden Folterszenen als Rückblenden einzubauen, gelingt es dem Regisseur, dem Zuschauer Wesentliches mitzuteilen. In dem Zusammenhang spielen der sogenannte „Panetta-Bericht“, eine interne CIA-Studie, die den offiziellen Stellungnahmen des Geheimdienstes zu den Verhörprogrammen widersprechen sollte, und dessen Beschaffung durch die Ermittler des US-Senats eine entscheidende Rolle.

„The Report“ startet am 07. November im Kino sowie auf Amazon Prime Video am 29. November

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