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Die letzte Schlacht am Richtertisch

James Vanderbilts Film „Nürnberg“: große Schauspielkunst und intensives Kammerspiel, aber schwach in der historischen und moralischen Einordnung.
James Vanderbilts Spielfilm „Nürnberg“ konzentriert sich auf die Konfrontation zwischen dem Militärpsychiater Douglas M. Kelley (Rami Malek, links) und Hermann Göring (Russell Crowe), der streckenweise in ein allzu günstiges Licht getaucht wird.
Foto: Scott Garfield (DSC08867.ARW) | James Vanderbilts Spielfilm „Nürnberg“ konzentriert sich auf die Konfrontation zwischen dem Militärpsychiater Douglas M. Kelley (Rami Malek, links) und Hermann Göring (Russell Crowe), der streckenweise in ein allzu günstiges Licht getaucht wird.

„Das Urteil von Nürnberg“ („Judgment at Nuremberg“, Stanley Kramer 1961) gilt bis heute als der Spielfilm über die Nürnberger Prozesse schlechthin. Der Film überzeugt nicht nur durch die hervorragende Besetzung mit Spencer Tracy als Richter Dan Haywood und Maximilian Schell als Verteidiger Hans Rolfe, der für seine Rolle den Oscar als Hauptdarsteller erhielt, sondern auch durch die Fragen, die das ebenfalls oscarprämierte Drehbuch aufwirft.  Der Film behandelt allerdings nicht den Hauptkriegsverbrecherprozess gegen Göring und andere NS-Spitzenfunktionäre, sondern einen der Nürnberger Nachfolgeprozesse. Im Mittelpunkt stehen deutsche Juristen, die dem NS-Regime gedient und durch ihre Urteile Unrecht ...

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