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Der Goldene Bär geht an den deutschen Film „Gelbe Briefe“

Die internationale Jury unter dem Vorsitz von Wim Wenders verlieh die acht Preise an sieben verschiedene Filme.
Der Regisseur İlker Çatak
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | Die höchste Auszeichnung der 76. Berlinale, der Goldene Bär, ging an den Film „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak.

Die siebenköpfige internationale Jury unter Vorsitz von Wim Wenders verlieh die höchste Auszeichnung der 76. Berlinale, den Goldenen Bären, an „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak. Die deutsch-französisch-türkische Koproduktion erzählt von einem türkischen Künstler-Ehepaar, das wegen politischer Repression seine Arbeit verliert und von Ankara nach Istanbul ziehen muss. Der Film spielt in der Türkei, wurde jedoch vollständig in Deutschland gedreht; Berlin und Hamburg dienen als Ersatzkulissen für Ankara und Istanbul. Çatak war zuvor unter anderem durch „Das Lehrerzimmer“ (2023) bekannt geworden.

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Der zweite Preis, der „Große Preis der Jury“, ging an „Kurtulus“ („Salvation“) von Emin Alper. Der türkische Film erzählt von einer eskalierenden Fehde zwischen zwei Bergdörfern nahe der syrischen Grenze und verbindet politische Parabel, Familiendrama und Elemente des Westerns.

Sandra Hüller erhält Silbernen Bären

Mit dem „Preis der Jury“ wurde „Queen at Sea“ des US-Regisseurs Lance Hammer ausgezeichnet. Der Film handelt von einer Schriftstellerin, die mit ihrem Stiefvater um die richtige Pflege für ihre demenzkranke Mutter ringt. 

Den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle erhielt Sandra Hüller für „Rose“ von Markus Schleinzer. In dem österreichisch-deutschen Wettbewerbsbeitrag verkörpert sie eine Frau im 17. Jahrhundert, die sich während des Dreißigjährigen Krieges als Mann ausgibt, um eine Erbschaft anzutreten. 

Für die beste Nebenrolle wurden Anna Calder-Marshall und Tom Courtenay für ihre Auftritte in „Queen at Sea“ geehrt. Damit war Hammers Film der einzige Wettbewerbsbeitrag, der zwei Auszeichnungen gewann.

Mexikanischer Film „Moscas“ erhält Preis der ökumenischen Jury

Der Preis für die beste Regie ging an den Briten Grant Gee für „Everybody Digs Bill Evans“, ein Biopic über den Jazzpianisten Bill Evans und zugleich Gees Spielfilmdebüt. Den Drehbuchpreis erhielt Geneviève Dulude-De Celles für das kanadische Drama „Nina Roza“, bei dem sie auch Regie führte.

Mit dem Silbernen Bären für eine herausragende künstlerische Leistung wurde der US-Dokumentarfilm „Yo (Love Is a Rebellious Bird)“ von Anna Fitch und Banker White ausgezeichnet. 

Darüber hinaus wurde der mexikanische Film „Moscas“ von Fernando Eimbcke mit dem Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet. Die Jury aus Kritikern der katholischen und evangelischen Filmarbeit lobte, dass „Moscas“ dazu inspiriere, von Kindern und ihrer optimistischen Einstellung zum Leben zu lernen. Eimbckes Film erhielt zudem den Preis der Leserjury der „Berliner Morgenpost“.  DT/jg

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