Jafar Panahis neuer Film „Ein einfacher Unfall“ wurde beim Filmfestival von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Das Werk des iranischen Regisseurs kreist um Gewalt, Erinnerung und Verantwortung – und ist zugleich ein stiller Akt des Widerstands eines Regisseurs, der seit Jahrzehnten unter Beobachtung, Verboten und Haftandrohungen arbeitet. Anfang Dezember 2025 verurteilte ein iranisches Revolutionsgericht Panahi in Abwesenheit zu einem Jahr Haft sowie zu einem zweijährigen Ausreise- und Organisationsverbot wegen „Propaganda gegen das System“. Gegen das Urteil ist Berufung angekündigt. Panahi hält sich derzeit in den USA auf; bei einer Rückkehr in den Iran droht ihm Gefängnis – er soll im ...
Systemcrash auf Persisch im deutschen Kino
Mit seinem neuen Film „Ein einfacher Unfall“ wirft Jafar Panahi einen bitterkomischen Blick auf die Frage, ob Opfer zu Tätern werden dürfen.
