Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Interview zur Geschichte des Kusses

Wie die katholische Kirche den Kuss salonfähig machte

Der Kommunikationswissenschaftler und Autor Hektor Haarkötter spricht in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ über nicht weniger als 6.000 Jahre „Kussgeschichte“.
Kommikationsexperte Haarkötter zum Kuss
Foto: Veam via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Was macht das Küssen eigentlich aus? Warum küsst man nicht überall auf der Welt, sondern nur in bestimmten Kulturen? Haarkötters Antwort: Küssen ist ein Akt der Kommunikation.

Bussi-Bussi-Gesellschaften, Filmküsse, Judasküsse – und mittendrin eine überraschend sinnlich daherkommende katholische Kirche: Damit beschäftigt sich der Kommunikationswissenschaftler Hektor Haarkötter in seinem literarischen Streifzug durch Geschichte und Theorie des Küssens.

Lesen Sie auch:

In „Küssen. Eine berührende Kommunikationsart“ fragt Haarkötter: Was macht das Küssen eigentlich aus? Warum küsst man nicht überall auf der Welt, sondern nur in bestimmten Kulturen? Und was verbindet Liebeskuss, Bruderkuss, Abschiedskuss, Filmkuss und den Gutenachtkuss? Seine Antwort: Küssen ist ein Akt der Kommunikation.

Haarkötter: Die katholische Kirche hat das Küssen maßgeblich gefördert

Im Interview mit „Tagespost“-Autorin Ute Cohen verdeutlicht Haarkötter, dass das Küssen mitnichten eine biologische Notwendigkeit, sondern vielmehr einen kulturellen Mehrwert darstellt. Denn nicht überall auf der Welt gilt der Kuss als geziemende Art und Weise der zwischenmenschlichen Begegnung – und interessanterweise war es für Europa gerade die katholische Kirche, die den Kurs sowohl liturgisch als auch kulturell salonfähig machte.  DT/sta

Wie sich der Kuss im Laufe der Zeit gewandelt hat und warum sich Hektor Haarkötter eine Welt ohne Küsse nicht vorstellen mag, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost.“

Themen & Autoren
Vorabmeldung Katholische Kirche Ute Cohen

Weitere Artikel

Correctiv-Berichterstattung, unausgewogener ÖRR, Meinungsfreiheit: Der Thinktank R21 hat Thesen zur Medienentwicklung veröffentlicht. Ein Interview mit der Autorin.
22.04.2026, 17 Uhr
Patrick Peters
Immer mehr Menschen stellen aufgrund zahlreicher Krisenmeldungen den Nachrichtenkonsum weitgehend ein. Ist „Konstruktiver Journalismus“ die Lösung?
07.03.2023, 15 Uhr
Marco Fetke

Kirche

Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser