Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Menschen

Kinderlos bleiben für das Klima ist Nihilismus

Den Verzicht auf Nachwuchs sieht Johannes Hartl als eine Absage an das Projekt Menschheit.
Spielendes Kind
Foto: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S. (www.imago-images.de) | Für das Klima auf Kinder zu verzichten, lehnt Johannes Hartl als eine Forr des Nihilismus strikt ab. Symbolbild: spielendes Kind.

Die Nicht-Existenz von Menschen zu einem Ideal zu erklären, bezeichnet Johannes Hartl in der kommenden Folge des Tagespostings als Nihilismus. In der neuen Folge dieser Kolumne beschäftigt sich der Autor mit der Forderung von Klimaaktivisten, zu Gunsten des Weltklimas auf Kinder zu verzichten. Der Gründer des Gebetshauses in Augsburg nennt in diesem Zusammenhang auch Herzogin Meghan und Prinz Harry, die für ihre Beschränkung sogar ausgezeichnet wurden. In der Tat fordern zahlreiche Klimaaktivisten inzwischen zum Verzicht auf Kinder auf und begründen dies mit den zu erwartenden CO2 - Emissionen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens ausstößt.

Lesen Sie auch:

Die Erde schützen

Obwohl auch Hartl die Erde als die von Gott dem Menschen anvertraute Heimat sehr wohl als Schützenswert ansieht, lehnt der erfolgreiche Speaker einen derart motivierten Verzicht auf Kinder eindeutig ab. Dabei nimmt Hartl die Aussage einer Autorin zum Aufhänger, die ihre Kinderlosigkeit sogar als uneinholbar klimafreundlich bezeichnet. Ein Kind gegen dessen CO2 - Emissionen aufzurechnen geht für Johannes Hartl gar nicht. Eine solche Ideologie lehnt der regelmäßige Autor der Kolumne Tagesposting entschieden ab.

Dabei beschränkt sich Bestsellerautor Johannes Hartl nicht auf das ökonomische Argument, dass auch in Zeiten des Klimawandels eine Gesellschaft immer auch vom Gesellschaftsvertrag lebe. Auf Kinder zu verzichten, kündige dem großen Projekt „Menschheit“ das Vertrauen auf. Die Ideologie des Kinderverzichts, obwohl deren Verfechter durchaus selber weiter leben wollen, nennt Hartl lebensfeindlich. Mehr noch stellt eine solche Ablehnung von Kindern eine dramatische Hoffnungslosigkeit dar, könnte doch ein morgen geborener Mensch ein genialer Erfinder sein, der viele Probleme zu lösen vermag. DT/pwi

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost eine kritische Auseinandersetzung von Johannes Hartl mit einem Trend der Klimabewegung.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Johannes Hartl Klimaschutz Nihilismus

Weitere Artikel

Johannes Hartl hat theologische Ansätze kritisiert, die überlieferte Glaubenswahrheiten relativieren. Warum Hartl recht und seine Kritiker unrecht haben.
12.02.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Vorträge, Lobpreis, Gebet und Begegnung im Sinne der Ökumene: 11.000 Christen unterschiedlicher Konfession versammelte die MEHR-Konferenz von Johannes Hartl in Augsburg.
07.01.2026, 19 Uhr
Elisabeth Hüffer

Kirche

Peter Kohlgraf ist „gerne Bischof von Mainz“, könnte sich aber wohl auch den DBK-Vorsitz vorstellen. Zumindest geizt er vor der Wahl nicht mit geschickten Positionsbestimmungen.
13.02.2026, 15 Uhr
Jakob Ranke
Nach Treffen zwischen Fernández und Pagliarani lässt der Vatikan verlauten: Bischofsweihen würden ins Schisma führen. Stattdessen soll ein Dialog theologische Differenzen klären.
12.02.2026, 15 Uhr
Guido Horst
Die Gebote sollen keine Überforderung sein, sondern ein Hilfe für die Christen, ihre eigene Berufung zu leben. Christsein ist schließlich kein Moralismus.
14.02.2026, 21 Uhr
Martin Grichting