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Eine nicht vollendete Konversion

Eigentlich wollte der Autor und Engelsforscher Uwe Wolff zum katholischen Glauben konvertieren. Dann ging etwas schief.
Uwe Wolff berichtet von seiner nicht vollendeten Konversion
Foto: David Ebener (dpa)

Der Autor und Engelsforscher Uwe Wolff („Der Schreibtisch des Philosophen. Erinnerungen an Hans Blumenberg“, März 2020) berichtet in der nächsten Ausgabe der „Tagespost“ von seiner nicht vollendeten Konversion.

"Ich war in der Mitte der Katholischen
Welt angekommen, ohne es zu merken"

Erst lief es ganz gut: „Ich war in der Mitte der Katholischen Welt angekommen, ohne es zu merken. Mit den Kindern besuchte ich Fatima, mit meiner Frau Lourdes. In der Wallfahrtskapelle der schmerzensreichen Mutter Gottes von Telgte ließen wir unsere Ehe von einem freundlichen Priester aus Indien segnen. Mit meinem Freund besuchte ich die heiligen Orte der Franziskaner in Assisi und war längst geübt in der Handhabung der Rituale. Auf den unzähligen Vorträgen über die Engel und die Heiligen in evangelischen Gemeinden hielt man mich immer für einen Katholiken.“

Dann ging etwas schief: „Ich führte Gespräche mit einem klugen Monsignore, ich suchte Kontakt zum Katholischen Pfarrer der Gemeinde und zum Justiziar des zuständigen Bischofs. Aber ich fand keine „Willkommenskultur“, glaubte vielmehr ein gewisses Gefühl der Befremdung bei meinen Gesprächspartnern zu spüren. Vielleicht war ich ihnen zu katholisch gesinnt? Ich hatte den Eindruck von einem großen Synodalen Irrweg, auf dem mit guter Absicht die falschen Entscheidungen getroffen wurden.“

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Keine Ritter des Zeitgeistes

Heute ist Wolff überzeugt: „Die Ökumene braucht keine Gleichmacherei und erst recht keine Wiederholung jener Fehler, mit denen die Kirchenbänke in der EKD leergepredigt worden sind. Sie braucht auch keine Ritter des Zeitgeistes, sondern Menschen mit Sinn für das Heilige, das sich in der una sancta offenbart. Die Kirche ist der pilgernde Teil des Gottesvolkes. Sie besteht nicht aus sich selbst. Ihre größte Gefährdung kommt nicht von Außen sondern von Innen: Es ist das Bedürfnis von der Welt geliebt zu werden, rasche Erfolge aufweisen zu können, die Massen zu begeistern, Konflikte und Differenzen zu schleifen, etwas in der Welt und vor Menschen zu gelten, statt mit offenem Herzen und ohne Sorge für das eigene Wohl sich auf den Weg Jesu zu begeben mit jenem Langmut, der auf den Heiligen Geist vertraut.

DT/mee

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