Hans Blumenberg (1920–1996) war ein Katholik der alten Schule. Aufgewachsen im morgendlichen Exerzitium der lateinischen Messe in der Lübecker Propsteikirche Herz Jesu, spürte er bereits als Schüler seine Berufung zum Priester. Der Abiturient des Jahrgangs 1939 besaß eine theologische Bibliothek von über 1200 Bänden. Das Einzelkind eines katholischen Kunsthändlers, der von Hildesheim in die Diaspora des Nordens gezogen war, wurde von seinem Vater großzügig unterstützt. Zur Familienkonstellation gehörten Rolf, ein früh verstorbener jüngerer Bruder, und eine vom Judentum zum Katholizismus konvertierte schlesische Mutter.
Ein Denker jenseits von Schulweisheiten
Vor dreißig Jahren am 28. März starb der Philosoph Hans Blumenberg nach einem außergewöhnlichen Leben. Eine biografische Hommage.
