Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Berlin/München

Der Zölibat in der "Süddeutschen Zeitung"

Die "Süddeutsche Zeitung" nimmt das neue Buch des Theologen Hubert Wolf zum Anlass, gegen den Zölibat zu polemisieren.
Zölibat
Foto: dpa | Abschaffung des Zölibats? - Für die "Süddeutsche Zeitung" ein klarer Fall. (Symbolfoto)

Der Theologe Hubert Wolf hat ein Buch mit 16 Thesen gegen den Zölibat verfasst. Das mag auch etwas sein, das als "dicker Hund" durchgehen könnte, aber darum geht es jetzt gar nicht. Es geht auch nicht darum, dass der neue Wolf in interessierten Kreisen breit rezipiert wird. Das ist nicht anders zu erwarten, wenn ein renommierter Theologe zu einem Streitthema der Kirche heute publiziert. Nein, es geht darum, wie die "Süddeutsche Zeitung" das Buch zum Anlass nimmt, das Thema "Zölibat" weit unter Wert zu verhandeln.

Wolfens Thesen werden überschwänglich gewürdigt

In dem Beitrag "Segenskraft durch Verzicht auf Sex?" werden Wolfens Thesen überschwänglich gewürdigt (lassen "den Zölibat sehr alt aussehen") und beiläufig verkündet, der Zölibat habe praktisch schon immer als "altmodisch und grausam" gegolten ("Gegner gibt es, seit es ihn gibt"). Man fragt sich (soll sich fragen), wie die Kirche überhaupt auf solch eine Schnapsidee kommen konnte. Ganz abgesehen davon, dass der Durchschnittsleser sie schon vor dem Artikel "altmodisch und grausam" fand. Man erfährt es: "Die Befürworter haben sich immer neue Begründungen einfallen lassen."

Lesen Sie auch:

Was dann allerdings als "Begründung" genannt und gewürdigt wird, sind nicht die biblischen, theologischen, kirchenhistorischen und pastoralen Argumente. Dieses Versäumnis ist - ein "dicker Hund".

DT (jobo)

Warum das ein "dicker Hund" ist und wie Klaus Berger der "Süddeutschen" auf die Sprünge helfen könnte, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 18. Juli 2019.

Themen & Autoren
Josef Bordat Hubert Wolf Zölibat

Weitere Artikel

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Sigmund Bonk werfen einen neuen Blick auf die Schriftstellerin und katholische Intellektuelle, die auch Joseph Ratzinger faszinierte.
19.06.2024, 07 Uhr
Barbara Stühlmeyer
Die Missbrauchsaufarbeitung in der Evangelischen Kirche in Deutschland zwingt die Katholiken, sich mit den Annahmen des Synodalen Wegs auseinanderzusetzen. 
14.06.2024, 19 Uhr
Margarete Strauss

Kirche

Der neueste Skandal um die Verwendung der Kunst von Marko Rupnik, der des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, zeigt die Kommunikationsdefizite des Vatikans.
25.06.2024, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Die Eucharistische Prozession macht Halt in Champion, dem einzigen anerkannten Marienerscheinungsort der USA. Mehr als 2.000 Gläubige schließen sich dort der Prozession an.
24.06.2024, 14 Uhr
Kai Weiß
Wieder eine Aufgabe für den Sekretär von Benedikt XVI.: Die Zeit der gespannten Beziehungen zu Franziskus ist beendet.
24.06.2024, 12 Uhr
Guido Horst
Der Bischof von Dresden-Meißen lud ein, eigene Grenzen und Ängste zu überwinden und Jesus ganz zu vertrauen. Landesbischof Bilz lobte die verschiedenen Gruppen der Kirche.   
23.06.2024, 14 Uhr
Meldung