Der Faustkämpfer Gottes

Tyson Fury zählt zu den schillerndsten Figuren im Box-Zirkus. Der 29-jährige Boxer hat nicht nur eine starke Rechte, er ist auch gläubiger Katholik.
Boxer und gläubiger Katholik: Tyson Fury
Foto: Nick Potts (PA Wire) | „Glaube an den Herrn Jesus Christus und Du wirst gerettet sein“, so das Motto von Tyson Fury.

Tyson Fury zählt zu den schillerndsten Figuren im Box-Zirkus. Nachdem er vor drei Jahren Wladimir Klitschko als Schwergewichts-Weltmeister entthront hatte, sorgte er mit einigen wirren Aktionen und Aussagen für Wirbel. Der 29-jährige Boxer hat nicht nur eine starke Rechte, er bedient auch gelegentlich diese politische Seite. Schon sein Name ist Programm. Wegen einiger diskriminierender Ansichten wurde das 2,06 Meter große und 112 Kilo schwere Muskelpaket nicht zu Unrecht von den Medien angezählt.

Im Juni gelang dem gläubigen Katholiken ein Comeback

Im Juni gelang dem gläubigen Katholiken ein viel beachtetes Comeback. Allerdings war der Kampf Sieg gegen den Albaner Sefer Seferi mehr eine clowneske Performance als ein spannender Boxkampf. Fury alberte herum, küsste seinen Gegner auf den Mund und streckte immer wieder die Zunge raus. Dazu brauchte es gewiss keine Doping-Mittel, deren Gebrauch man ihm nach dem Duell gegen Klitschko erfolglos unterstellte. Die Aberkennung seiner Weltmeistertitel konnte Fury nur verhindern, weil die britische Anti-Doping-Agentur Ukad den Beginn seiner zweijährigen Sperre zurückdatierte.

Tyson Fury wirbt offensiv für Gott

Doch der selbsternannte „Gipsy King“, Spross einer Irish-Traveller-Familie, hat noch eine andere Seite: er wirbt offensiv für Gott, was nicht nur in der Welt des Boxsports keineswegs alltäglich ist: „Glaube an den Herrn Jesus Christus und Du wirst gerettet sein“. Es berührt im Herzen, wenn Tyson Fury, wie er sagt, für seine Gegner bete. Zumindest in dieser Hinsicht muss Francesco Pianeta, sein nächster Kontrahent, gegen den Fury am 18. August antritt, keine Angst haben.

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DT

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