52. INTERNATIONALER EUCHARISTISCHER KONGRESS

„Zeichen bekommen wir alle“

Ungarns Staatspräsident Janos Ader legt beim Eucharistischen Kongress ein Glaubenszeugnis ab.
Janos Ader, ungarischer Staatspräsident
Foto: Szilard Koszticsak (MTI/AP) | Der ungarische Präsident Janos Ader, hier im ungarischen Parlament, legte auf dem 52. Internationalen Eucharistischen Kongress ein Glaubenszeugnis ab.

Ein sehr persönliches Glaubenszeugnis legte der Präsident Ungarns, Janos Ader, beim Internationalen Eucharistischen Kongress (IEC) in Budapest ab. „Die Suche nach Gott fordert Aktivität. Zeichen bekommen wir alle, aber es liegt aber an uns, sie als Zufall oder als Vorsehung zu betrachten.“ Wer mit seinen Talenten gut umgehe und in seinen Taten Gott suche, der werde ihn auch finden.

Als Beispiel seiner eigenen Arbeit berichtete Präsident Ader: 30.000 Ungarn seien durch die Corona-Pandemie gestorben, etwa tausend Kinder seien verwaist. Er habe eine Stiftung für diese Kinder initiiert, um zumindest materiell zu helfen.

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Bösartige Ideologie breitet sich aus

Der Erzbischof von Prag, Kardinal Dominik Duka, mahnte auf dem Internationalen Eucharistischen Kongress in Budapest eine Rückbesinnung auf die christlichen Quellen der europäischen Zivilisation an. „Die Zivilisation Europas wurde aus dem Christentum geboren , und zu diesen Quellen müssen wir zurückkehren.“
Heute seien wir in Europa „Zeugen eines barbarischen und intoleranten Kampfes“, so Kardinal Duka. Die Grundsätze der europäischen Kultur würden verworfen „und durch sogenannte Werte ersetzt, die nur eine Verkleidung des Marxismus sind“. Es handle sich um „eine bösartige Ideologie“, die auch mit der modernen Waffe der medialen Lynchjustiz arbeitet.

Hollerich kritisiert egoistisches Europa

Das Recht auf Leben sei der fundamentale Wert Europas, betonte in Budapest der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (COMECE), Luxemburgs Kardinal Jean-Claude Hollerich. Heute stehe in der Europäischen Union das Konzept der Person jedoch zur Debatte und eine neue Ideologie breite sich aus, die bestimmte Länder ausschließe und die Idee des Respekts verletze.

Die ökologische Krise frage zudem nach dem „Respekt vor den künftigen Generationen“. Auch auf die Migrationskrise ging Kardinal Hollerich ein: Um der Verfolgung oder dem Hunger zu entfliehen, flüchteten Menschen nach Europa. Hier aber fänden sie „ein egoistisches Europa, das das Brot nicht mit ihnen teilen will“. Hollerich stellte zugleich klar: „Ich bin kein Kritiker Ungarns, sondern habe eine große Achtung vor dem, was die ungarische Regierung für die Kirchen im Orient tut.“ DT/sba


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