Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Würzburg

Segnungsfeiern: Initiative Pontifex warnt vor Schisma

Die für den 10. Mai geplanten Segnungen homosexueller Paare würden Katholiken weltweit mit Sorge erfüllen, so die „Initiative Pontifex“. Wenn sich Teile der Kirche von der Lehre und dem Lehramt in Rom verabschiedeten, seien Warnungen vor einem Schisma nicht unbegründet.
Segnung homosexueller Paare in Baden-Baden
Foto: Benedikt Spether (dpa) | Eine Regenbogenfahne weht vor der Autobahnkirche St. Christophorus. Nur die authentische Weitergabe der katholischen Lehre, die sich aus Schrift, Überlieferung und Lehramt speise, halte die Kirche in der Wahrheit ...

Das katholische Mediennetzwerk „Initiative Pontifex“ kritisiert die für den heutigen 10. Mai bundesweit geplanten Segnungen homosexueller Paare und warnt vor einem nationalen Sonderweg. „Mit den heutigen Aktionen verletzen die beteiligten Amtsträger das Volk Gottes. Vergessen wir nicht, dass unser Glaube römisch-katholisch lautet“, heißt es in einer Stellungnahme zu den Segnungsgottesdiensten. „Dieses Attribut ist kein schmückendes Beiwerk. Es bildet den Kern unserer Identität.“ Diese Identität in klerikalistischen Alleingängen zu beschädigen, schmerze und ängstige, so das Mediennetzwerk.

Lesen Sie auch:

Die Einheit der Kirche steht auf dem Spiel

Der heutige Tag erfülle Katholiken weltweit mit großer Sorge, so die „Initiative Pontifex“ weiter. Wenn sich Teile der Kirche von der Lehre und dem Lehramt in Rom verabschiedeten, ist die Sorge vor einem drohenden Schisma nicht unbegründet. Die Aussagen der Glaubenskongregation, wonach die katholische Kirche nicht Vollmacht besitze, homosexuelle Paare zu segnen, gebe die Lehre der Kirche wieder. „Diese Lehre abzulehnen gefährdet jedoch die Einheit und die Katholizität“, heißt es. Die Einheit mit dem Papst sei seit 2000 Jahren „Garant des Glaubens und des Fortbestands der Katholischen Kirche“. 

Nur die authentische Weitergabe der katholischen Lehre, die sich aus Schrift, Überlieferung und Lehramt speise, halte die Kirche in der Wahrheit Jesu. Die Sorge für den „rechten katholischen und apostolischen Glauben“ sei den Bischöfen und Priestern anvertraut. „Ein aktiver Ungehorsam und eine Duldung dieses Ungehorsams spaltet die Kirche“, so das Mediennetzwerk.  DT/mlu

Lesen Sie ausführliche Hintergründe zur Aktion der "Segensgottesdienste für Liebende" rund um den 10. Mai in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Bischof Initiative Pontifex Jesus Christus Katholikinnen und Katholiken Katholische Kirche Katholizismus Kirchen und Hauptorganisationen einzelner Religionen Päpste

Weitere Artikel

Die Gesellschaft der ausländischen Missionen zu Paris hält das Gedenken an jene Christen wach, die im 19. Jahrhundert in Asien für ihren Glauben gestorben sind.
07.06.2026, 19 Uhr
Ignacio García Lascurain Bernstorff
Der Sozialethiker Elmar Nass zeigt, warum „Magnifica Humanitas“ weit mehr ist als eine KI-Enzyklika: Sie entwirft eine christliche Antwort auf das technokratische Menschenbild.
27.06.2026, 10 Uhr
Margarete Strauss

Kirche

Gefährliches Spiel: Mit einem Antrag, der vorgibt, Pro Familia Fördergelder entziehen zu wollen, sollen Lebensrechtler umarmt und der Union Stammwähler entzogen werden.
11.07.2026, 14 Uhr
Stefan Rehder
Das Gleichnis vom Sämann zeigt: das Evangelium ist vor allem dann fruchtbar, wenn der Mensch es nicht nur hört, sondern auch danach lebt.
11.07.2026, 21 Uhr
Ludger Schwienhorst-Schönberger 
Unerlaubte Bischofsweihen und Exkommunikation: Weit weg von Rom, in Écône, spürt man die Last eines historischen Moments jenseits der roten Linie.
09.07.2026, 09 Uhr
Alexander von Schönburg
Die Rede von Leo XIV. vor dem spanischen Parlament war keine Premiere. Schon öfter haben Päpste vor Parlamenten das Wort ergriffen.
11.07.2026, 15 Uhr
Christoph Münch