Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung EUROPA

Reaktionen auf den Tod von Noël Treanor

Betroffenheit bei der belgischen Bischofskonferenz über den Tod des Nuntius bei der Europäischen Union.
Noël Treanor
Foto: Christophe Licoppe / European Union, 2023 / EC - Audiovisual Service / CC-BY-4.0 | Die belgische Bischofskonferenz äußerste sich tief betroffen über den Tod des Apostolischen Nuntius Noël Treanor.

Die belgische Bischofskonferenz zeigt sich tief betroffen über den plötzlichen Tod des Apostolischen Nuntius bei der Europäischen Union, Noël Treanor. Der emeritierte Bischof der Diözese Down und Connor im nordirischen Belfast war am vorigen Wochenende (11. August) im Alter von 73 Jahren unerwartet eines natürlichen Todes verstorben. Die Apostolische Nuntiatur bei der EU ist die offizielle Vertretung des Heiligen Stuhls bei den europäischen Institutionen in Brüssel.

Lesen Sie auch:

Bischof Treanor wurde 2022 von Papst Franziskus ernannt und trat die Nachfolge von Bischof Aldo Giordano an. Er wurde am Weihnachtstag 1950 in der Stadt Monaghan (Irland) geboren und 1976 in der St. Macartan's Cathedral in der Diözese Clogher in der Grafschaft Monaghan zum Priester geweiht. 1989 wurde er dann in das Sekretariat der COMECE (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union) berufen und 1993 deren Generalsekretär. 2008 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Down und Connor ernannt. Viele Jahre lang vertrat er die irische Bischofskonferenz bei der COMECE.

Eine Nominierung, die Luxemburgs Kardinal Hollerich begrüßte

Der damalige Präsident der COMECE, Kardinal Jean-Claude Hollerich SJ, begrüßte Treanors Ernennung zum Apostolischen Nuntius bei der EU, indem er ihn als „herausragende Figur der Kirche in der Europäischen Union“ würdigte. Tatsächlich hatte er den europäischen Integrationsprozess in außergewöhnlicher Weise begleitet.

Lode Aerts, Bischof von Brügge und Vertreter der belgischen Bischöfe bei COMECE, zeigte sich in der vergangenen Woche bestürzt: „Um die diplomatischen Qualitäten von Mgr. Noël Treanor vollständig zu verstehen, dürfen wir die Tatsache nicht unterschätzen, dass der Sitz seiner Diözese Down and Connor ist“, also in Belfast, einer Stadt, die zutiefst von großen politischen, sozialen und religiösen Spannungen geprägt ist.

„Bei der Erfüllung seiner heiklen Mission in dieser Diözese halfen ihm seine große Intelligenz, sein Vermögen zuhören zu können, seine Einfachheit und seine große Menschlichkeit. Diese Eigenschaften prägten auch sein Wirken für Europa und die Kirche.“ 

Am vergangenen Donnerstag, zu Mariä Himmelfahrt, fand zu Ehren des verstorbenen Nuntius ein öffentliches Gedenken in der Brüsseler Kathedrale St. Gudule und St. Michel statt. DT/tpr

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Bischof Kardinäle Nuntius Papst Franziskus Päpstlicher Botschafter

Weitere Artikel

Unermüdlich warb der Apostolische Nuntius Nikola Eterović für die Einheit mit der Weltkirche. Eine undankbare Aufgabe im synodalen Deutschland, die nun ihr Ende hat.
24.04.2026, 14 Uhr
Franziska Harter
Der niederländische Erzbischof Hubertus van Megen wurde von Vertretern von Staat und Kirche empfangen. Sein Amt tritt er offiziell erst in den kommenden Monaten an. 
16.06.2026, 14 Uhr
Meldung

Kirche

Nach den unerlaubten Bischofsweihen legt die Gemeinschaft fristgerecht Rechtsmittel gegen das Exkommunikationsdekret ein. Damit ist die verhängte Strafe vorerst ausgesetzt.
14.07.2026, 13 Uhr
Meldung
Der neue Eichstätter Bischof äußert sich zurückhaltend zum Pflichtzölibat, und wehrt sich gegen Flügelkämpfe. Sein Abstimmen beim Synodalen Weg dürfte für Diskussionen sorgen.
13.07.2026, 15 Uhr
Dorothea Schmidt
Die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) braucht eine neue Leitung. Was deren Gegner mit unverhohlener Sensationslust hochkochen, ist in Wirklichkeit alles andere als überraschend.
13.07.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Gefährliches Spiel: Mit einem Antrag, der vorgibt, Pro Familia Fördergelder entziehen zu wollen, sollen Lebensrechtler umarmt und der Union Stammwähler entzogen werden.
11.07.2026, 14 Uhr
Stefan Rehder