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Konversion ist Grund für Todesurteil

Der Tiroler Bischof Hermann Glettler kritisiert die Abschiebung christlicher Konvertiten und Glaubensprüfungen durch Behörden.
Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck
Foto: Martin Gsellmann | Wirft österreichischen Behörden Kompetenzüberschreitung vor: Der Innsbrucker Bischof Herrmann Glettker. Eine staatliche Behörde könne nicht über die Echtheit einer Glaubensüberzeugung urteilen, betont der Bischof.

Scharfe Kritik am Umgang der österreichischen Behörden mit asylsuchenden Konvertiten und Taufbewerbern übt der Bischof von Innsbruck, Hermann Glettler, im Interview mit der „Tagespost“. Mit ihren „Glaubensprüfungen“ christlicher Konvertiten überschreiten die Behörden „eindeutig ihre Kompetenz“, meint Bischof Glettler. Eine staatliche Behörde könne nicht über die Echtheit einer Glaubensüberzeugung urteilen.

Hintergrund ist, dass Österreich vor wenigen Tagen einen gut integrierten christlichen Konvertiten nach Afghanistan abschob, nachdem ihm ein Asylgericht jede Glaubwürdigkeit absprach. Weitere Konvertiten und Taufbewerber sind akut von der Abschiebung bedroht.

„Junge Menschen sollten dieser Lebensgefahr nicht ausgeliefert werden“
Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck

„Junge Menschen sollten dieser Lebensgefahr nicht ausgeliefert werden“, fordert nun Bischof Glettler, der daran erinnert, dass „die Konversion ein weiterer Grund für ein mögliches Todesurteil“ sei. Der Staat verkenne „das Ausmaß der Bedrohung, der abgeschobene Konvertiten, Taufbewerber oder Personen, die sich im Kirchenasyl befunden haben, ausgesetzt werden“.

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Gegenüber der „Tagespost“ warnt Bischof Glettler vor der Annahme, „dass sich Konvertiten nur den Taufschein erschwindeln würden, um zu einem Asylgrund zu kommen“. Tatsache sei vielmehr, dass Taufbewerber vor den Asylbehörden kritischer behandelt würden als andere Asylsuchende. Glettler wörtlich: „Ihr Wunsch zum Christwerden steht unter Verdacht. Den mit Glaubensfragen wenig vertrauten Beamten scheint es suspekt zu sein, dass sich jemand ohne dahinterliegende Absicht der katholischen Kirche zuwendet.“

DT/sba

 

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