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Keine Infektionsgeschehen in Gottesdiensten

Auch Lothar Wieler geht zur Messe. Gottesdienste sind nicht gefährlich, sagt der RKI- Chef. Weihnachten soll es Gottesdienste geben.
Dominikanerkloster - Sankt Paulus - in Berlin Alt Moabit
Foto: imago stock&people | Keine Infektionsgeschehen im Gottesdiensten. Auch RKI-Chef Lothar Wieler geht in seiner Heimatgemeinde zur Messe. Im Bild: Dominikanerkloster - Sankt Paulus - in Berlin Alt Moabit.

Der Besuch eines Gottesdienstes ist nach Angaben des Leiters des Roland-Koch- Instituts (RKI), Lothar Wieler, „relativ sorglos“ möglich. Der Chef des RKI geht auch selber nach eigenen Angaben weiterhin zum Gottesdienst in seiner Gemeinde bei den Dominikanern in Berlin. Zu seinem persönlichen Glauben äußerte sich der Institutsleiter, Gottvertrauen sei für ihn ein Fundament, eine Basis, die ihm gerade jetzt die Arbeit erleichtere.“ Auf die Frage, ob die Kirchen systemrelevant seien, sagte im Interview mit der Nachrichtenagentur KNA: „Ganz persönlich sage ich Ja. Wann, wenn nicht jetzt ist die Zeit der kirchlichen Seelsorge, wo die Medizin an ihre Grenzen stößt und die Menschen nach Trost, Hoffnung und Zuwendung suchen.“

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Ein Fundament

„Gottvertrauen ist für mich ein Fundament, eine Basis, die mir gerade jetzt die Arbeit erleichtert.“, sagte der Veterinär gegenüber der Agentur. Ein besonderes Ansteckungsmuster für bestimmte Religionsgruppen, Gottesdienste oder religiöse Feiern wie Hochzeiten sehe er nicht. Es sei trivialer und unabhängig von Religionsgemeinschaften, so Wieler weiter: „Wo sich viele Menschen, ohne Abstand in geschlossenen Räumen begegnen, besteht hohe Ansteckungsgefahr.“

Keine Superspreader

In den nordrhein-westfälischen Bistümern haben Gottesdienste bislang zu keinem einzigen Infektionsgeschehen geführt. „Darauf legen wir großen Wert, weil wir natürlich auch die Regeln einhalten“, sagte der Leiter des Katholischen Büros bei Landtag und Landesregierung in Düsseldorf, Antonius Hamers, am Donnerstag dem Internetportal domradio.de. Gerade mit dem Blick auf den Advent und Weihnachten setzten die Bistümer laut Hamers alles daran, dass Gottesdienste mit Öffentlichkeit gefeiert werden können.

Gottesdienste an Weihnachten

Die jüngsten Verschärfungen der Corona-Regeln durch Bund und Länder haben nach Einschätzung von katholischer Seite vorerst keine Auswirkungen auf das religiöse Leben. Der Vertreter der katholischen Bischöfe in Berlin, Karl Jüsten, sagte am Donnerstag auf Anfrage, die Vorschriften gingen nicht über das hinaus, was bereits mit dem Bundesinnenministerium vereinbart worden sei. Für die Bistümer in NRW betonte Hamers. die Regeln müssten eine würdige und schöne Liturgie ermöglichen, aber ohne dass die Menschen um ihre Gesundheit fürchten müssten. Auf Landesebene würden für die Gottesdienste einheitliche Regeln abgesprochen. DT/pwi

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