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In Sachen Eucharistie blieb die Kirche den Anfängen treu

Kirchenhistoriker Stefan Heid: Was Jesus Christus im Abendmahlssaal eingesetzt hat, feiern wir noch heute.
Das letzte Abendmahl
Foto: Rabatti-Domingie Firenze (Advancing Women Artists) | Der Christus und der Heilige Johannes - Detail aus dem Gemälde "Das letzte Abendmahl" von Plautilla Nelli.

Das, was die Kirche heute in der heiligen Messe feiert, geht direkt auf das Geschehen im Abendmahlssaal zurück. Das bekräftigt im Oster-Interview mit der „Tagespost“ der Kirchenhistoriker und Fachmann für Christliche Archäologie Stefan Heid, der seit 2011 Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft auf dem Campo Santo Teutonico im Vatikan ist. Der Kernritus der Messe stand von Anfang an fest, so Heid, der auch Rektor des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie in Rom ist, an dem er seit 2001 Liturgiegeschichte und Hagiographie lehrt.

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An die apostolische Tradition gebunden

Die Eucharistie sei eine von Christus für die gesamte Kirche gesetzte, originäre Kultüberlieferung und sie sei so von Anfang an die sakrale Kernhandlung jeder Ortskirche, so Heid. „Sie ist strikt an die apostolische Tradition gebunden, insofern sie von Christus selbst mit maximaler Autorität dem engsten Schülerkreis anvertraut wurde.“ Mit der Eucharistie sei nicht experimentiert worden. „Man machte keine Mahlexperimente mal so und mal so. Man suchte sich nicht in der paganen Umwelt den für sich selbst passendsten Mahl- und Opferritus aus. Sondern der Kernritus der Eucharistie mit Brot, Wein und Wandlungswort steht von Anfang an fest.“

Der Altar als „Dienstplatz“ des Klerus

Genauso wie die Eucharistie gehe auch das dreistufige Weiheamt – Diakon, Priester, Bischof – auf die apostolische Zeit zurück, meint der Archäologe weiter, denn diese Ämter fänden sich bereits im Neuen Testament. Es sei zudem „ein atemberaubendes Faktum, dass sich die Dreierstruktur des kirchlichen Amtes in allen Ortskirchen der gesamten Welt gleich ausbildet“. Dabei sei „völlig klar und braucht nicht eigens festgehalten zu werden, dass der Altar, von dem die Christen ebenfalls bereits seit dem ersten Jahrhundert, sozusagen der Dienstplatz des Klerus ist“. „Laien am Altar“ im Sinne von Amtshandlungen durch Laien am Altar sei für die frühe Kirche ein Widerspruch in sich.  DT/gho

Lesen Sie das ausführliche Interview mit dem Kirchenhistoriker Stefan Heid in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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