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Ein „Kelchwunder“ in Valencia?

Nach der zerstörerischen Flutkatastrophe in Spanien macht ein Video die Runde, auf dem ein wundersam unversehrter Kelch zu sehen sein soll. 
Überschwemmte Kirche in Valencia
Foto: IMAGO/Carlos Luján (www.imago-images.de) | Sichtbare Schäden haben in und um Valencia auch zahlreiche Kirchen erlitten. Die Folgen lassen sich auf diesem Foto aus der Gemeinde Chiva erahnen.

Ein Video aus der zerstörten ostspanischen Stadt Paiporta geht in diesen Tagen viral: Es zeigt Aufnahmen aus der Sakristei der Innenstadtkirche San Ramón Nonato. Mannshoch standen die Fluten im Raum und haben an den weißgekalkten Wänden deutlich sichtbare Schlammränder hinterlassen. Am Abend vor der Katastrophe war in der Kirche noch eine heilige Messe gefeiert worden. Der Kelch, den der Zelebrant dabei benutzte, soll – so jedenfalls berichtet es der Küster, der Urheber des Videos – samt Corporale unbeschädigt auf dem Sakristeitisch stehengeblieben sein, während Autos und Brückenpfeiler unter dem Druck der Wassermassen wie Pappmaché zusammengedrückt und fortgerissen wurden. Als die Sakristei wieder betreten werden konnte, fand der Küster das Gefäß demnach unbeschädigt vor. Die Erzdiözese Valencia hat sich zu dem Ereignis bisher noch nicht zu Wort gemeldet.

Das „Kelchwunder von Paiporta“ ist für die Gläubigen vor Ort ein weiteres Hoffnungszeichen. Zuvor hatte bereits der Pfarrer der Innenstadtgemeinde San Jorge eine in Paiporta sehr verehrte Christusfigur aus einer Grablege unversehrt aus dem Schlamm gerettet. Paiporta ist einer der am stärksten von der Flutkatastrophe betroffenen Orte. Ein Viertel aller Todesopfer der Flutkatastrophe sind in der bei Valencia gelegenen, weitgehend zerstörten Stadt zu beklagen; Hunderte Bewohner werden noch vermisst. (DT/reg)

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