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Britische Bischöfe werben für umstrittenen Corona-Impfstoff

Die Bischöfe von England und Wales rufen dazu auf, sich möglichst bald gegen Corona impfen zu lassen - obwohl der Impfstoff auf Zellmaterial eines vermutlich 1972 abgetriebenen Babys basiert.
Coronavirus - Impfstoff in Großbritannien
Foto: Kirsty Wigglesworth (AP) | Blutproben von Freiwilligen werden im Labor des Imperial College sortiert, in dem Wissenschaftler an der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs arbeiten.

Schutzimpfungen sind unter praktizierenden Christen seit  Jahren umstritten. Die Befürchtung, der Impfstoff basiere auf der Linie von Zellmaterial, das aus dem Gewebe abgetriebener Föten stammt, hält gerade gläubige Menschen davon ab, sich impfen zu lassen. In Großbritannien ist die Debatte nun durch eine Stellungnahme der katholischen Bischöfe von England und Wales neu aufgeflammt. Im Wettlauf um die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Corona hofft die Oxford University, bis zum Herbst ein Präparat bereitstellen zu können.

Impfung unter Katholiken hoch umstritten

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Unter Katholiken ist die Impfung hoch umstritten. Der Grund: Der von der Universität Oxford entwickelte Impfstoff basiert auf einer Linie von Zellmaterial, das aus dem Gewebe der Niere eines vermutlich 1972 abgetriebenen Babys stammt. Am vergangenen Donnerstag haben die beiden für Gesundheitsfürsorge und Lebensfragen zuständigen Bischöfe Paul Mason und John Sherrington im Namen der katholischen Bischöfe von England und Wales ein Statement veröffentlicht, das dazu aufruft, die Impfung, sobald es möglich ist, wahrzunehmen, um gesundheitlich besonders gefährdete Menschen zu schützen. Die Bischöfe verurteilen klar die Verwendung von Gewebe abgetriebener Föten, halten es aber bei der HEK 293-Linie dennoch für verantwortbar, die daraus entwickelte Corona-Impfung zu empfangen.

Die Stellungnahme von Bischof Mason und Bischof Sherrington zur Verwendung von Zellmaterial abgetriebener Babys in Impfstoffen trifft dabei zwei wichtige Unterscheidungen. Zum einen betrifft dies die Differenzierung zwischen Impfungen, die auf neuem Zellmaterial durch Abtreibung getöteter Kinder besteht und den alten Linien von Impfstoffen wie HEK 293, der von der Universität von Oxford verwendet wird.

DT/reg

Warum die Bischöfe von England und Wales trotz Vorbehalten aus lebensrechtlicher Perspektive für einen umstrittenen Corona-Impfstoff werben: Lesen Sie den ausführlichen Hintergrund in der kommenden Ausgabe der Tagespost. Holen Sie sich das ePaper dieser Ausgabe kostenlos

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