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Auferstehungsglaube spielt für jeden Fünften eine Rolle im Leben

18 Prozent der Deutschen geben an, dass der christliche Auferstehungsglaube ihr Leben trage. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Tagespost-Umfrage. Unter Katholiken ist der Wert höher als unter Protestanten.
Ostersonntag - Ostermesse in der Basilika Weingarten
Foto: Felix Kästle (dpa) | Katholische Befragte geben zu 31 Prozent an, dass der christliche Auferstehungsglaube ihr Leben trägt. Das sind drei Mal so viele wie in normalen Zeiten jeden Sonntag Ostern feiern.

Knapp jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) gibt an, dass der christliche Auferstehungsglaube sein Leben trage. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen ist eine Mehrheit von 62 Prozent der Meinung, dass der christliche Auferstehungsglaube ihr Leben nicht trage. 12 Prozent geben an, nicht zu wissen, wie sie zu der Aussage stehen.

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Der christliche Auferstehungsglaube trägt mein Leben.“

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Über 60-Jährige stimmen am häufigsten zu

Mit dem Alter steigt tendenziell der Anteil an Befragten, deren Leben vom Auferstehungsglauben getragen ist. Während 18 bis 29-Jährige der Aussage nur zu 13 Prozent zustimmen, liegt der Wert in der Gruppe der 40- bis 59-Jährigen bei 17 Prozent. Bei den über 60-Jährigen ist er mit 21 Prozent am höchsten. Im Westen ist die Zustimmung zur Aussage höher als im Osten (19 zu 11 Prozent).

Katholische Befragte geben zu 31 Prozent an, dass der christliche Auferstehungsglaube ihr Leben trägt. Das sind drei Mal so viele wie in normalen Zeiten jeden Sonntag Ostern feiern. Bei 48 Prozent der katholischen Befragten ist dies nicht der Fall. Unter Protestanten ist der Anteil an Zustimmung mit 23 Prozent geringer. 53 geben an, dass der christliche Auferstehungsglaube ihr Leben nicht trage. Einzig freikirchliche Befragte stimmen der Aussage mehrheitlich zu (52 Prozent; 34 Prozent Ablehnung). Konfessionslose lehnen die Aussage mit 82 Prozent deutlich mehrheitlich ab.

Union-Wähler stimmen zu 29 Prozent zu

Die Erhebung, für die 2.020 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 30. März und dem 01. April befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Mehrheitlich gibt keine Wählergruppe an, dass ihr Leben vom christlichen Auferstehungsglauben getragen ist. 52 bis 76 Prozent lehnen die Aussage ab. Am größten ist die Zustimmung zur Aussage bei Union-Wählern  mit 29 Prozent, gefolgt von Wählern der SPD (22 Prozent), der AfD (21 Prozent) und der FDP (20 Prozent). Grünen-Wähler stimmen der Aussage nur zu 13 Prozent zu, am geringsten ist der Wert mit neun Prozent unter Wählern der Linken.  DT/mlu

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