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Was der Dritte Weltkrieg und Leihmutterschaft gemeinsam haben

Der Mensch kann nicht im Frieden leben, wenn er sich in ständigem Kampf gegen seine eigene Natur befindet.
Papst Franziskus verurteilt Leihmutterschaft
Foto: IMAGO/IPA/ABACA (www.imago-images.de) | Dass Papst Franziskus auf dem „Weg des Friedens“ die Achtung vor dem Leben noch vor der Notwendigkeit des politischen, gesellschaftlichen und interreligiösen Dialogs nennt, ist nicht der Tatsache geschuldet, dass das ...

Beendigung der Gewalt in der Welt durch den Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod? Ein Verbot der Leihmutterschaft als erster Schritt auf dem Weg zum Frieden? In den Ohren säkularer Zeitgenossen klingt das bestenfalls naiv, schlimmstenfalls nach Volksverhetzung der übelsten Sorte.

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Doch genau diesen Zusammenhang zwischen Krieg und der Missachtung des menschlichen Lebens skizzierte Papst Franziskus am Montag während des traditionellen Neujahrsempfangs der Vatikan-Diplomaten. Fast 45 Minuten lang thematisierte der Heilige Vater die verschiedenen bewaffneten Konflikte rund um den Globus und rief anschließend die Weltgemeinschaft dazu auf, den „Weg des Friedens“ zu beschreiten.

Eine Wahrheit über den Menschen, die unsere Gegenwart nicht mehr hören möchte

Dieser Weg beginnt für den Papst mit der Achtung vor jedem menschlichen Leben, „angefangen bei dem des ungeborenen Kindes im Mutterleib, das weder beseitigt noch zu einem Objekt der Kommerzialisierung gemacht werden darf“. Explizit plädierte der Heilige Vater für ein weltweites Verbot der Praxis der Leihmutterschaft, da sie die Würde der Frau und des Kindes schwer verletze.

Dass Papst Franziskus auf dem „Weg des Friedens“ die Achtung vor dem Leben noch vor der Notwendigkeit des politischen, gesellschaftlichen und interreligiösen Dialogs nennt, ist kein Zufall und auch nicht der Tatsache geschuldet, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche sozusagen qua Amt irgendwie auch auf den Lebensschutz zu sprechen kommen muss. Nein, der Heilige Vater benennt eine Wahrheit über den Menschen, die unsere Gegenwart nicht mehr hören möchte: Der Mensch kann nicht wirklich und wahrhaftig im Frieden leben, wenn er sich in ständigem Kampf gegen seine eigene Natur befindet.

„Ökologie des Menschen“ nannte Benedikt XVI. es: Der Mensch hat eine Natur, die er nicht beliebig manipulieren kann, ohne sich damit tiefgreifend zu schaden. Das wird selten deutlicher als bei der menschenverachtenden Praxis der Leihmutterschaft. Die schweren Traumatisierungen, die die Leihmutter und die gekauften und weggegebenen Kinder davontragen, sind tiefgreifender seelischer Natur. Der künstliche Uterus wird der nächste Schritt auf dem Weg vom Humanismus zum Transhumanismus sein – er liegt bereits in greifbarer Nähe. 

Papst hält vermeintlich fortschrittlichen Gesellschaften den Spiegel vor

Nun sitzen die Verfechter der Leihmutterschaft nicht an den Schaltpulten der Bomben, die auf die Ukraine oder Israel regnen. Das ist auch dem Papst klar. Trotzdem hält er auch den vermeintlich fortschrittlichen Gesellschaften den Spiegel vor: Sie müssen sich zurecht von ihm die Frage gefallen lassen, wie fortschrittlich eine Gesellschaft wirklich ist, die die Rechte von bedürftigen Frauen und ungeborenen Kindern mit den Füßen tritt. „Wo ist dein Bruder?“ Die Frage, die Gott an Kain richtet, dem Abels Blut noch an den Fingern klebt, richtet sich auch an sie. Wie glaubhaft westliche Staaten Frieden und Achtung des menschlichen Lebens in Kriegsgebieten fordern können, das bemisst sich auch daran, wie sie selbst mit dem menschlichen Leben umgehen. 

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