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Papst verlängert synodalen Weltprozess

„Keine Eile“: Franziskus will beim weltweiten synodalen Prozess nichts überstürzen.
„Keine Eile“  will Papst Franziskus in den synodalen Weltprozess bringen
Foto: IMAGO/Evandro Inetti (www.imago-images.de) | „Keine Eile“ will er in den synodalen Weltprozess bringen: Papst Franziskus

Papst Franziskus hat angekündigt, den weltweiten synodalen Prozess um ein Jahr zu verlängern. Nach dem Angelus-Gebet am gestrigen Sonntag sagte das Kirchenoberhaupt überraschend, er habe festgelegt, dass die synodale Versammlung in zwei Sitzungen stattfinden werde, „die erste vom 4.-29. Oktober 2023 und die zweite im Oktober 2024.“ Zur Begründung sagte der Pontifex: „Die Früchte des begonnenen synodalen Prozesses sind zahlreich, aber damit sie zur vollen Reife gelangen ist es notwendig, keine Eile zu haben.“

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Urteilskraft der ganzen Kirche benötigt

In einer nachgeschobenen Pressemitteilung des Generalsekretariats der Bischofssynode hieß es,  Franziskus lehne sich dabei an die Apostolische Konstitution „Episcopalis communio“ aus dem Jahr 2018 an, die eine solche Aufspaltung einer Synode als Möglichkeit eingeführt habe. Als Grund der Verlängerung nannte das Generalsekretariat, dass das Thema der Weltsynode – die Synodalität der Kirche – von einer solchen Wichtigkeit und Breite sei, dass nicht nur die Mitglieder der Synode, sondern die ganze Kirche ihre „Urteilskraft“ dem Thema widmen solle.

Die Bischofssynode mit dem Thema Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“ war bisher als dreistufiger Prozess geplant gewesen. Beginnend im Oktober 2021 hatte zunächst ein Prozess auf diözesaner Ebene begonnen. Die zweite, derzeit laufende Phase soll auf Basis der Ergebnisse des lokalen „Prozesses des Zuhörens“ auf kontinentaler Ebene diskutieren. Bisher war als abschließende, universalkirchliche Phase eine Bischofssynode in Rom im Oktober 2023 geplant gewesen. DT/jra

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