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„Gott danken für Leo XIV.“

Die Aufgabe des Petrus-Nachfolgers sei, den Glauben des Gottesvolkes zu bekennen und zu schützen, betont der Wiener Kardinal Christoph Schönborn.
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn
Foto: IMAGO/ALESSIA GIULIANI (www.imago-images.de) | Kardinal Schönborn betonte im Wiener Stephansdom, dass der Glaube, der das Fundament der Kirche ist, eine Gabe und Gnade sei. „Der Dienst des Petrus ist es, den Glauben des Volkes Gottes zu bekennen und zu schützen.“

Zum Gebet für Papst Leo XIV. forderte in einem feierlichen Dankgottesdienst im Wiener Stephansdom der emeritierte Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, die Gläubigen auf. Man wolle „Gott danken für die Wahl des neuen Papstes, für den, den die Kardinäle gewählt haben“, so Schönborn im überfüllten Stephansdom am Samstagabend. Der Felsen, als den Jesus den Apostel Petrus bezeichne, sei „nicht so sehr die Person, sondern das Bekenntnis, das Petrus abgelegt hat“. Dieses Bekenntnis habe das Konzil von Nizäa vor 1700 Jahren noch einmal expliziert, und darauf stehe die Kirche.

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Kardinal Schönborn betonte, dass der Glaube, der das Fundament der Kirche ist, eine Gabe und Gnade sei. „Der Dienst des Petrus ist es, den Glauben des Volkes Gottes zu bekennen und zu schützen.“ Die Erfahrung der zurückliegenden Tage – „mit dem unerwartet schnellen Tod von Papst Franziskus und der Wahl von Papst Leo“ – ist nach Ansicht des Wiener Kardinals, „dass der Glaube im Volk Gottes lebendig ist“. Päpste, Bischöfe und Priester stünden nur im Dienst dieses Geheimnisses, „dass Gott den Glauben in den Menschen weckt“. Schönborn rief am Samstagabend im Stephansdom dazu auf, die Gläubigen sollten für Papst Leo XIV. beten, damit er seinen Dienst, die Menschen im Glauben zu stärken, vollbringen könne.

Ein Ministerrat für den Vatikan

In einem Pressegespräch am Freitag hatte Kardinal Schönborn betont, dass der neue Papst zuletzt als Kardinal an Allerheiligen 2024 in Österreich gewesen sei, wo er die Wiener Augustinerkirche und seine dort tätigen Ordensbrüder besucht habe. Er, Schönborn, sei sicher, dass der neue Papst die unter Franziskus initiierte Förderung von Synodalität und Teamarbeit in der Kirchenleitung fortsetzen werde.

Im Vatikan gebe es bis heute nichts, was einem Ministerrat entspreche, also ein Gremium der wichtigsten Leiter der vatikanischen Behörden, die regelmäßig zusammenkommen und den Papst beraten. So etwas einzuführen sei ein vielfacher Wunsch der in Rom versammelten Kardinäle gewesen, so Schönborn, der aus Altersgründen selbst nicht mehr am Konklave teilnehmen konnte, aber im sogenannten Vorkonklave zugegen war.  DT/sba

 

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