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Franziskus: „Wir segnen die Menschen, und nicht die Sünde“

Bei einem Treffen mit Geistlichen in Rom nahm der Papst zu „Fiducia supplicans“ Stellung.
Franziskus hat sich mehrmals zu der Erklärung „Fiducia supplicans“ und der Segnung irregulärer Paare geäußert.
Foto: Andrew Medichini (AP) | Es soll keine Sünde gesegnet werden: Franziskus hat sich mehrmals zu der Erklärung „Fiducia supplicans“ und der Segnung irregulärer Paare geäußert.

Papst Franziskus hat sich laut Zeitungsberichten am Wochenende zu der Erklärung des Glaubensdikasteriums „Fiducia supplicans“ geäußert, die die Segnung unter anderem von gleichgeschlechtlichen Paaren unter bestimmten Bedingungen als seelsorgerliche Maßnahme billigt.

Mit dem Segen seien nicht die Beziehungen an sich gemeint, so Franziskus laut der italienischen Zeitung „Il Messaggero“: „Wir segnen die Menschen, und nicht die Sünde.“ Auch LGBTQ-Verbände würden nicht gesegnet werden. Laut „Il Messaggero“ tätigte Franziskus diese Äußerungen bei einem nicht-öffentlichen Treffen vor römischen Geistlichen in der Lateran-Basilika. Franziskus habe laut anonymen Teilnehmern des Treffens einen Vergleich gezogen: „Wenn wir einen Unternehmer segnen, fragen wir auch nicht, ob er gestohlen hat.

Zur ablehnenden Haltung der afrikanischen Bischöfe zu der Erklärung habe Franziskus gesagt: „Die Kultur akzeptiert das nicht.“ Kardinal Fridolin Ambongo, der Präsident des gesamt-afrikanischen Bischofsrates SECAM, hatte zuvor eine Erklärung herausgegeben, in der die Bischöfe eine Segnung homosexueller Paare mit großer Mehrheit ablehnten.

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Die Menschen müssen sich mit dem Segen auseinandersetzen

Der Papst äußerte sich auch am Sonntagabend in einem Interview der italienischen Talkshow „Che Tempo Che Fa“. „Der Herr segnet alle. Alle die kommen“, so Franziskus, der per Live-Stream aus dem Vatikan zugeschaltet war. Allerdings müssten sich die Menschen mit dem Segen des Herrn auseinandersetzen und sehen, was der Weg sei, den Gott ihnen vorschlage. Es sei Aufgabe der Kirche, die Menschen an die Hand zu nehmen und sie zu führen, anstatt sie von vornherein zu verurteilen.

In der von Franziskus genehmigten Erklärung „Fiducia supplicans“ hatte das Glaubensdikasterium Priestern gestattet, unter anderem gleichgeschlechtliche sowie geschiedene-wiederverheiratete Paare zu segnen. Dabei gilt die Voraussetzung, dass eine Verwechslung mit einer kirchlichen Traufeier ausgeschlossen sein und der Segen außerhalb des Gottesdienstes stattfinden muss. DT/sdu/KNA

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