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Franziskus: Die Ukraine ist ein „edles“ und „gepeinigtes Volk“

Der Pontifex kritisiert in scharfen Worten die durch Russland verübten Kriegsverbrechen. Entsetzt zeigt er sich über „gequälte Leichen“.
September 21 2022 - POPE FRANCIS during his wednesday General Audience in St. Peter s Square at the Vatican. EvandroInet
Foto: IMAGO/Evandro Inetti (www.imago-images.de) | „Schließen wir uns diesem edlen und gepeinigten Volk an", so Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz mit Blick auf die Ukraine.

Papst Franziskus hat am Mittwoch am Ende der Generalaudienz angesichts Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine erneut den Blick auf das ukrainische Volk gerichtet: „Schließen wir uns diesem edlen und gepeinigten Volk an.“

Wagen von Franziskus-Abgesandtem Kardinal Krajewski unter Beschuss

Mit Trauer wies Franziskus auf die „schreckliche Situation in der geplagten Ukraine“ hin - zudem berichtete er von der Mission seines Almosenmeisters, Kardinal Konrad Krajewski, den er zum vierten Mal in das Land schickte, um seine Nähe zu dem durch Russland geplagten Volk zu bekunden. 

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Auch der Kardinal erlebte die Gefahr am eigenen Leib, als er am vergangenen Samstag sein Leben riskierte, weil sein Kleinbus, der Lebensmittel und Rosenkränze des Papstes transportierte, in der Nähe von Saporischschja von Schüssen getroffen wurde, was jedoch keine schwerwiegenden Folgen hatte und die Hilfsgüter ihr Ziel erreichten. Dazu sagte der Papst wörtlich: „Am gestrigen Dienstag hat er mich angerufen, er verbringt dort viel Zeit, hilft in der Gegend von Odessa und vermittelt viel Nähe der Kirche.“

Franziskus: „Grausame Taten“ wurden in der Ukraine verübt

Franziskus erzählte Einzelheiten seines Gesprächs mit Kardinal Krajewski, der ihm beschrieb, was er in diesen Tagen erlebt: „Er erzählte mir vom Schmerz dieses Volkes, von den grausamen Taten, den Ungeheuerlichkeiten, den gequälten Leichen, die sie finden.“ Der Papst spielt auf Isjum an - den Ort, an dem die sterblichen Überreste von etwa 500 Menschen gefunden wurden und an dem Kardinal Krajewski Zeuge der Entdeckung mehrerer Leichen gefolterter Ukrainer wurde und von „so viel Grauen“ ergriffen war.

„Es ist schwierig, das zu erzählen und zu erklären“, habe der päpstliche Almosenmeister dem Papst gegenüber mitgeteilt. Der Kardinal setzt seine Mission in der Ukraine derweil fort, um den von Tod und Zerstörung geplagten Menschen die Zuneigung des Papstes zu bringen, und es wird erwartet, dass er weitere Hilfe in die Hauptstadt Kiew bringen wird.  DT/sta

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