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Corona-Exerzitien: Ist Gott wirklich so?

Spricht das Osterfest nicht eine andere Sprache als die des Ängste provozierenden, unsichtbaren Gottes? Wenn es stimmt, dass dieser Jesus und der allmächtige Gott eins sind, dann sieht Gott anders aus als im heute weit verbreiteten Bild.
Jesu Auferstehung
Foto: Inga Kjer (dpa) | Die Vorgeschichte der Auferstehung Jesu und die Auferstehung selbst zeigen einen Menschen, der nur und ausschließlich Gutes tut, hilft, tröstet, lehrt und heilt.

Fragen nach Gott, die im Zusammenhang mit der derzeitigen Krise auftauchen – und es war bei vergangenen Krisen nicht anders – zeigen ein unvollständiges, verwirrtes ja ein erdrückendes Gottesbild. Als Schöpfer und allmächtiger Gott, so denken viele, lenkt er das Weltgeschehen. So schickt er zum Beispiel Corona. Er provoziert Ängste, ist aber selbst unsichtbar, abwesend.

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Er leistet keinen Widerstand bis alles gescheitert ist

Spricht das Fest, das wir in diesen Tagen feiern, nicht eine andere Sprache? Die Vorgeschichte der Auferstehung Jesu und die Auferstehung selbst zeigen etwas ganz anderes. Da wird von einem Menschen berichtet, der nur und ausschließlich Gutes tut, hilft, tröstet, lehrt und heilt. Als er selbst immer deutlicher offenbart, dass er nur tut was sein Vater, unser Gott, tut, ja dass er eins ist mit Gott, wird ihm nicht geglaubt und er wird systematisch verfolgt, bekämpft und vernichtet. Das Erstaunliche: Er leistet keinen Widerstand bis alles gescheitert ist und er selbst am Kreuz hängt – ermordet. Mit letzter Kraft vergibt er sogar noch allen, was sie ihm angetan haben.

Das von ihm Vorhergesagte geschieht: Er wird auferweckt am dritten Tag nach seiner Kreuzigung. Der Albtraum und die Angst seiner Verfolger bewahrheiten sich jedoch nicht. Der Auferstandene schlägt nicht zurück und rächt sich nicht, ja selbst seinen feigen Anhängern, die ihn verkauft, verleugnet und verlassen haben, macht er nicht den geringsten Vorwurf, sondern schenkt ihnen seinen Frieden.

Er ist wahrhaft auferstanden

Wenn es stimmt, dass dieser Jesus von Nazareth und unser allmächtiger Gott EINS sind, dann sieht Gott anders aus als im heute weit verbreiteten Gottesbild. Man könnte ihn dann etwa so beschreiben (vgl. 1 Kor. 13,4-8): Er ist wirklich extrem geduldig; es geht ihm überhaupt nicht um sich und um seinen Vorteil; er trägt Schwäche, Böses und Sünde nicht nach; Unrecht ist ihm fremd und Wahrheit freut ihn; alles hofft er; alles erduldet er ohne sich zu rächen; alles, was er geschaffen hat, liebt er und seine Liebe hört niemals auf. Auch nicht mit dem Tod. Er ist wahrhaft auferstanden! Frohe Ostern!

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