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Corona-Exerzitien: Es braucht Mut

Wer sich für den Mut entscheidet, entdeckt Quellen der Kraft, von denen er vorher nicht wusste. Und das steckt an.
Mut in der Krise
Foto: Marijan Murat (dpa) | Mut ist das, was einer tut, wenn er Angst hat. In der aktuellen Zeit haben viele Menschen Angst, und viele dieser Ängste sind auch begründet.

Der Mut und Tapferkeit sind eine Kardinaltugend. Tatsächlich könnte man sie als Grundlage aller anderen Tugenden bezeichnen. Denn ohne die innere Entschiedenheit, etwas zu tun, obwohl die Angst oder die Trägheit dagegen sprechen, gibt es keine Aktion, sondern nur Reaktion. Wir Menschen sind nicht für alles verantwortlich, was passiert. Jeder Mensch aber ist dafür verantwortlich, wie er darauf reagiert.

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst

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Und hier kommt der Mut ins Spiel. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist das, was einer tut, wenn er Angst hat. In der aktuellen Zeit haben viele Menschen Angst, und viele dieser Ängste sind auch begründet. Es ist eine Kraftanstrengung, nicht bei der Reaktion auf die Angst, dem sorgenvollen Sich-Hängenlassen stehen zu bleiben. Doch genau das ist unser Auftrag in Zeiten wie diesen. „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit,“ schreibt Paulus an seinen Schüler Timotheus (2 Tim 1,7).

Der Heilige Geist lebt in uns und möchte durch uns mutige, tapfere Dinge tun. Er bedarf dazu unserer Umkehr, dem Widersagen der Angst und eine Öffnung für seine Kraft. Wer sich für den Mut entscheidet, entdeckt Quellen der Kraft, von denen er vorher nicht wusste. Und das steckt an.

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Johannes Hartl

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