Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Erzbistum Hamburg

Arborelius ruft Katholiken zu Mission auf

Eine winzige Diaspora, aber eine nötige: Der Erzbischof von Stockholm wirbt zum 30. Geburtstag des Erzbistums Hamburg dafür, Zeugen Jesu in der Welt zu sein. 
Erzbischof Arborelius bei Predigt
Foto: Oliver Gierens | Kardinal Anders Arborelius bei seiner Predigt zum 30-jährigen Bistumsjubiläum im Hamburger St.-Marien-Dom.

Der Erzbischof von Stockholm (Schweden), Anders Kardinal Arborelius, hat dazu aufgerufen, die katholische Diaspora als Gnade und Mission zu betrachten. „Wir sind als kleine, winzige Gemeinschaft berufen, um die frohe Botschaft Gottes weiterzugeben – als Salz und Sauerteig“, sagte er am Dienstagabend in seiner Predigt im Hamburger St.-Marien-Dom bei einem Gottesdienst zum 30-jährigen Jubiläum der Gründung des Erzbistums Hamburg. „Wenn wir frohlockend und eucharistisch leben, liebevoll und sanftmütig unter den Menschen, wird etwas geschehen“, betonte der Kardinal. „Es ist unsere Mission, unsere wunderbare Aufgabe als getaufte Mitglieder der Kirche, das Gesicht und das Herz Jesu offenbar zu machen unter den Menschen.“

Lesen Sie auch:

Katholische Christen seien Zeugen Jesu in der Welt. „Wenn wir treue Zeugen Jesu sind und durch seine Liebe und Gnade ihm mehr ähnlich werden, können wir vielen Menschen helfen, um ihn kennenzulernen“, so Arborelius. Die heutige materialistische Gesellschaft habe Heilige nötig, um ihre Seele wiederzuentdecken. „Geld, Sex und Macht, die alten Götter, können nie die Seele der Menschen zufrieden stellen“, sagte Arborelius. Es werde immer ein tieferes Verlangen im Herzen bleiben. „Es ist unsere wichtige, aber auch oft sehr schwierige, Aufgabe, den Menschen in unserer Umgebung zu helfen, um in Jesus Christus die volle Wirklichkeit zu entdecken.“

In Christus können wir unsere Hoffnung finden

Dies gelte umso mehr in einer Welt, in der Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit eine Volkskrankheit geworden seien. „Es ist wunderbar, wenn wir wirklich in Jesus Christus unsere Hoffnung finden können und diese frohe Botschaft weiter geben können an so viele Menschen, die alle Hoffnung verloren haben“, sagte der Stockholmer Erzbischof, dessen Diözese ganz Schweden umfasst.

Arborelius erinnerte an die Lübecker Märtyrer, drei katholische Priester und einen evangelischen Geistlichen, die sich gegen die Nazi-Diktatur stellten und dafür zum Tode verurteilt wurden. „Auch heutzutage müssen wir reagieren, wenn wieder Stimmen aus der Hölle laut werden, die gegen die frohe Botschaft, gegen die Liebe und die Gerechtigkeit sprechen“, forderte der Kardinal. „Wir sind immer berufen, um der Welt die universelle, göttliche Liebe zu zeigen, die im gewundenen Herzen Jesu offenbar wird.“

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Was sich der schwedische Kardinal vom Heiligen Jahr 2025 erhofft und wie eng die Verbindungen der nordischen Kirche zu den deutschen Bistümern sind, das lesen Sie in der Print-Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Diözesen Erzbischöfe Erzbistum Hamburg Evangelische Kirche Jesus Christus Kardinäle Katholikinnen und Katholiken

Weitere Artikel

Bischof Matthieu Rougé von Nanterre im Gespräch über den Besuch von Leo XIV. in Frankreich, der wider Erwarten zu einem Großereignis geworden ist.
24.09.2026, 07 Uhr
Guido Horst
Wie aus der Schwester des Märtyrers Jacques Hamel und der Mutter des Mörders Freundinnen wurden. Das Meeting in Rimini startet mit emotionalem Höhepunkt – und morgen kommt der Papst.
21.08.2026, 19 Uhr
Guido Horst

Kirche

Chorproben in Italien statt Strandurlaub: Warum Kirchenmusiker jedes Jahr nach San Leo fahren.
29.09.2026, 08 Uhr
Isabel Wodatschek
Einen Zeitplan gebe es aber noch nicht. Den Kirchen hierzulande traue er trotz ihrer derzeitigen Krise eine positive Entwicklung zu, so der Papst auf dem Rückflug nach Rom.
29.09.2026, 06 Uhr
Meldung
Populismus schlecht, Migration gut? Auf diese Klischees will Bischof Erik Varden sich nicht einlassen. Ein Segen!
28.09.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch