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Burger: Mussten „Konsequenzen ziehen, so bitter das ist“

Nach dem Eklat in der Christmette entlässt die Erzdiözese Domkapellmeister Boris Böhmann nun fristlos. Dessen Anwalt hält dies für rechtswidrig. 
Erzbischof Stephan Burger von der Situation um Böhmann belastet
Foto: IMAGO/mulmer (www.imago-images.de) | Von der Situation um Böhmann belastet fühlt sich auch Erzbischof Stephan Burger.

Auch nach dem weihnachtlichen Eklat um die Kündigung des Freiburger Domkapellmeisters Boris Böhmann zieht in der Erzdiözese keine Ruhe ein. Mittlerweile hat sich auch der Freiburger Erzbischof Stefan Burger zu Wort gemeldet. In seiner Predigt zur Jahresschlussmesse sagte Burger, die Vorkommnisse stellten eine belastende Situation für alle Beteiligten dar, das gelte auch für ihn „ganz persönlich“. Der in der Öffentlichkeit entstandene Schaden sei „für alle Beteiligten enorm“. Nun gelte es jedoch, „mit all jenen, die sich weiterhin kirchenmusikalisch engagieren wollen, nach vorne zu schauen, und unter anderer Leitung einen Neuanfang zu ermöglichen.“ An die Chöre gewandt fügte Burger hinzu: „Wir brauchen Sie alle!“ Mit dieser Hoffnung gehe er in das neue Jahr. Die Dommusik sei ein „wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil unseres kirchlichen Lebens hier in Freiburg und in die ganze Erzdiözese hinein.“

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Wie die katholische Nachrichtenagentur KNA meldete, habe es auch beim Silvestergottesdienst Protest gegeben. Demzufolge hätten etwa zehn Böhmann-Unterstützer dem Erzbischof während dessen Predigt „den Rücken zugewandt, Masken aufgesetzt oder eine Hand vor den Mund gehalten“. Die Personen seien, so die KNA unter Berufung auf einen SWR-Bericht, vom Sicherheitsdienst nach draußen begleitet worden.

Bereits am Vortag, dem 30. Dezember, hatte der Domfabrikfonds, der Träger der Dommusik, bekannt gemacht, dass Böhmann „mit sofortiger Wirkung freigestellt“ sei. Burger wird in der entsprechenden Erklärung mit den Worten zitiert, die fristlose Freistellung sei „eine Reaktion auf die Ereignisse in den Gottesdiensten an Heiligabend und Weihnachten“. Die Heiligen Messen seien mutwillig gestört worden. Die Störungen, so Burger weiter „hatten hier keinen Platz, ausgerechnet an Weihnachten.“ Nachdem „der Leiter der Chöre“ dies „mindestens gebilligt“ habe, habe der Domfabrikfonds Konsequenzen ziehen müssen, „so bitter es ist“. Die Darstellung Burgers scheint derjenigen Böhmanns zu widersprechen: „Focus Online“ hatte unter Berufung auf dessen Anwalt berichtet, dass Böhmann von den Protestaktionen jedenfalls „nichts bekannt“ gewesen sei. Darüber hinaus, so das Nachrichtenportal am heutigen Donnerstag, halte Böhmanns Anwalt die sofortige Freistellung für rechtswidrig und wolle rechtliche Schritte prüfen. (DT/jra)

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