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Würzburger Bischof verteidigt Missbrauchsgipfel gegen Kritik

Es sei bemerkenswert, dass eine weltumspannende Organisation wie die Kirche alle Repräsentanten der ganzen Welt zusammengebracht und für das Thema Missbrauch sensibilisiert habe, so Franz Jung.
Bischof Jung verteidigt Missbrauchsgipfel
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa) | Die katholische Kirche in Deutschland spiele längst eine Vorreiterrolle und kooperiere mit dem Staat,so der Würzburger Bischof.

Der Würzburger Bischof Franz Jung hat den jüngst zu Ende gegangenen Missbrauchsgipfel im Vatikan gegen Kritik verteidigt. Jung bewertet die Bemühungen des Papstes aus einer weniger deutschen, als weltweiten Sicht. Er tue sich mit solchen Urteilen etwas schwer, erklärt der Bischöfe in einem Video, das auf dem „Youtube“-Kanal des Bistums veröffentlicht wurde. „Ich muss sagen, ich finde das höchst bemerkenswert, vielleicht historisch sogar einmalig, dass eine weltumspannende Organisation wie die Kirche zu diesem Thema versucht, alle Repräsentanten der ganzen Welt zusammenzurufen und für das Thema Missbrauch zu sensibilisieren“, so Bischöfe Jung.

Jung: Katholische Kirche in Deutschland spielt Vorreiterrolle

Der Bischöfe verweist darauf, dass die katholische Kirche in Deutschland eine Vorreiterrolle spiele und längst mit dem Staat kooperiere – so auch das Bistum Würzburg: „Vom Bistum her haben wir alle Strafakten der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg übergeben, die sie derzeit auswertet.“ Man versuche, größtmögliche Transparenz walten zu lassen, so Jung.

Auch die früher gängige Praxis, straffällig gewordene Priester und Kirchenmitarbeiter einfach nur ganz woanders hin zu versetzen und damit zu decken gehöre längst der Vergangenheit an. „Seit 2010 ist das nicht mehr der Fall, das einfach Täter versetzt werden, wie man es früher gehandhabt hat. Das kann sich heute keiner mehr leisten. Und das ist auch zum Schutz der Kinder wohl eine unmögliche Vorgehensweise.“

Weitere Maßnahmen erarbeiten, um Kinder vor Missbrauch zu bewahren

Bischöfe Jung wird seinen Teil in den nächsten Jahren dazu beitragen, auf bundesweiter Ebene Maßnahmen zu erarbeiten, um Kinder und Jugendliche vor dem Missbrauch durch Geistliche zu bewahren, heißt es aus dem Bistum.

DT/mlu

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