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Woelki: Zeichen der Zeit mahnen zur Umkehr

In seiner Predigt bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe hebt der Kölner Kardinal die Freude und Heilung hervor, die mit einer bußfertigen Haltung einhergehen.
Kardinal Woelki bei Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
Foto: Robert Michael (dpa) | Kardinal Woelki: "Der Ruf zur Umkehr gehört zur Verkündigung des Gottesreiches." Bild: Woelki beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 27. Februar 2023.

Die Zeichen der Zeit deuteten darauf hin, „dass es Buße und Umkehr“ bedürfe. Darauf hat Kardinal Rainer Maria Woelki am Mittwoch bei seiner Predigt bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Dresden hingewiesen. Zum Leben der Kirche und eines jeden Christen gehöre immer eine bußfertige Haltung dazu. Die liturgischen Texte vom Tag zeigten, dass „zur Verkündigung des Gottesreiches der Ruf zur Umkehr“ wesentlich dazu gehöre, auch wenn der Prediger ein gewisses „Unbehagen“ empfinde aufgrund des anzunehmenden Balkens im eigenen Auge. Vielleicht liege in dem Unbehagen, die Notwendigkeit der Umkehr zu Gott und seinem Willen zu predigen, auch das Problem. „Vielleicht ist genau das zu lange nicht deutlich genug geschehen.“

Die Kirche ist immer der Reinigung bedürftig

Woelki betonte: „Die Kirche ist der Reinigung bedürftig. Immer.“ Eine Haltung der Buße sei zu allen Zeiten nötig, „unabhängig von den schrecklichen Verbrechen des sexuellen und geistlichen Missbrauchs“. Der Grund, eine solche Haltung einnehmen zu wollen liege nicht in „Selbsthass“, sondern in der „Liebe zu Gott, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst, weil mit der Umkehr zu Gott die Verheißung wahrer und befreiter Freude“ einhergehe. „Der Schmerz, der Schock, die Fassungslosigkeit, manches Mal auch die Empörung und Wut, die uns alle im Moment ergriffen haben – das dürfen wir nicht vergessen –, wollen heilsam sein. Denn sie wollen zur Umkehr führen.“ Das Ziel sei, immer „in einer bußfertigen Haltung zu verbleiben“, denn: „In der Liebe zu Gott können wir immer wachsen.“

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Die deutschen Bischöfe tagen noch bis Donnerstag in Dresden. Ein wesentliches Thema stellen die Beratungen rund um Fragen des Synodalen Wegs dar. Die fünfte und letzte Synodalversammlung beginnt am 9. März. Auch der „Ad-limina“-Besuch der deutschen Bischöfe vergangenen November in Rom soll in Dresden noch einmal ausgewertet werden.

Weitere Schwerpunkte sind die Aufarbeitung und der Umgang mit sexuellem Missbrauch und Gewalterfahrungen in der Kirche, die Vorbereitungen für den XXXVII. Weltjugendtag im Sommer in Lissabon, ein Bericht des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen sowie der geplante dritte ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit. Darüber hinaus wir auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Situation in dem überfallenen Land eine Rolle spielen. DT/sha 

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