Die Deutsche Bischofskonferenz hat soeben auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Würzburg den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.
Mit Heiner Wilmer wird ein Mann der Weltkirche Vorsitzender. Der jugendlich wirkende 64-Jährige verkörpert ein Kontrastprogramm zu seinen oft eher teutonisch wirkenden Vorgängern Bätzing und Marx. Als Geistlicher und Generaloberer der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) kennt er die Weltkirche gründlicher als die meisten deutschen Bischöfe. Von 2015-18 amtete er an der Spitze der Ordensleitung in Rom.
Der gebürtige Emsländer, der seit 2018 Bischof von Hildesheim ist, hat außer Theologie auch Romanistik in Paris studiert und eine besondere Affinität zur französischen Theologie. Er hat auf mehreren Kontinenten als Lehrer gearbeitet und kennt den Vatikan und die römische Kurie; Letzteres dürfte für die Verhandlungen bezüglich deutscher Synodalitätsvorstellungen ein Vorteil sein.
Dass er stets verbindlich und liebenswürdig auftritt, tut der stark polarisierten Deutschen Bischofskonferenz gut. Dem ausgleichend wirkenden Ordensmann trauen viele zu, dass er die Spannungen unter den deutschen Hirten abbauen kann. Wilmer, der auch für die „Tagespost“ gelegentlich Gastbeiträge verfasst hat, ist darüber hinaus in der Weltkirche sehr engagiert, vor allem im Heiligen Land. Seit 2010 gehört er dem Ritterorden vom Heiligen Land an. (DT/reg/jra)
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