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Wieder Segensfeiern für homosexuelle Paare

Zum zweiten Mal laden deutschsprachige Gemeinden zur Protestaktion „Liebe gewinnt“ ein.
Segensfeiern  für homosexuelle Paare in Baden-Baden
Foto: Benedikt Spether (dpa) | Unter dem Motto "Liebe gewinnt" protestieren Katholiken gegen die Lehre der Kirche, die nur eine auf natürliche Nachkommenschaft ausgelegte Verbindung von Mann und Frau segnet.

Rund um den Aktionstag „Liebe gewinnt“ am 10. Mai laden katholische Gemeinden zum zweiten Mal zu Segensfeiern auch für gleichgeschlechtlich Paare ein. Wie das katholische Onlinemagazin „Kirche + Leben“ in der vergangenen Woche berichtete, sind bisher bundesweit 40 Gottesdienste registriert, zu denen man sich anmelden kann. Eine Feier findet außerdem in der Schweiz statt, eine wird online angeboten. 

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Gott segnet Menschen, nicht die Sünde

Premiere hatte diese Aktion vor einem Jahr am 11. Mai. In bundesweit 110 Gottesdiensten haben Gläubige ein deutliches Statement setzen und gegen das Nein des Vatikan zur Segnung homosexueller Paare protestieren wollen. Eingeladen waren alle, „die ihre Partnerschaft und Liebe, egal in welcher Form, segnen lassen wollen“, hieß es damals in der Mitteilung des Magazins. In einem Statement auf die Absage der Glaubenskongregation schreiben die Inititoren der Aktion: "Wir werden Menschen, die sich auf eine verbindliche Partnerschaft einlassen, auch in Zukunft begleiten und ihre Beziehung segnen." Sie nennen die katholischen Sexualmoral ausgrenzend und veraltet. Sie werde "auf dem Rücken von Menschen ausgetragen".

Die römische Glaubenskongregation hatte 2021 erklärt, dass die katholische Kirche nur eine Ehe im christlichen Sinn segnen könne, also eine lebenslange Verbindung von Mann und Frau, die auf eine natürliche Nachkommenschaft ausgelegt ist: Du allein, Du für immer, von Dir ein Kind. Das ist in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft nicht gegeben. Zudem komme es, so die Behörde, in gleichgeschlechtlichen Beziehungen zu sexuellen Aktivitäten außerhalb der Ehe von Mann und Frau. Daher habe die katholische Kirche keine Vollmacht, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu segnen. Gott segne sündige Menschen, nicht aber die Sünde.  DT/dsc

 

 

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