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Vor Amazonas-Synode: Treffen prominenter Geistlicher

Mehrere prominente Geistliche, die für einen Reformkurs innerhalb der katholischen Kirche stehen, sollen sich im Vorfeld der Amazonas-Synode zu Gesprächen getroffen haben.
Prominente Geistliche diskutieren vor Amazonas-Synode
Foto: fotolia.de | Die Geistlichen, die an dem Treffen teilnahmen, sind allesamt mit der Organisation der Amazonas-Synode betraut.

Im Vorfeld der im Oktober stattfindenden Amazonas-Synode haben sich am Dienstag offenbar mehrere prominente Bischöfe und Kardinäle zu Gesprächen getroffen. Über das Treffen in der Nähe Roms berichtet der Vatikan-Korrespondent des „National Catholic Register“, Edward Pentin, sowie das US-Nachrichtenportal „Lifesitenews“.

Teilnehmer vertreten Reformkurs innerhalb der Kirche

Die Geistlichen, die an dem Treffen teilnahmen, sind allesamt mit der Organisation der Amazonas-Synode betraut und stehen gleichzeitig für einen Reformkurs innerhalb der katholischen Kirche, unter anderem in Bezug auf die kirchliche Sexuallehre sowie eine Öffnung des Weiheamtes für Frauen.

„Lifesitenews“ zufolge gehören zu den Teilnehmern der italienische Kardinal Lorenzo Baldisseri, Generalsekretär der Bischofssynode, der brasilianische Kardinal Claudio Hummes, Kardinal Walter Kasper sowie der österreichische Bischof Erwin Kräutler. Ebenfalls anwesend gewesen sein sollen der Kirchenrechtler Thomas Schüller und der ehemalige Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzende des Hilfswerks Misereor, Josef Sayer. Kardinal Kasper hat seine Anwesenheit bei der Zusammenkunft bisher jedoch nicht bestätigt.

Wiener Kardinal Schönborn dementiert Teilnahme

Früheren Berichten des Vatikan-Journalisten Pentins zufolge sollen auch der österreichische Kardinal Christoph Schönborn und der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck an dem Treffen teilgenommen haben. Der „Tagespost“ bestätigte der Ruhrbischof seine Teilnahme. Derartige Treffen und Gespräche zur Synodenvorbereitung seien üblich, so Pressesprecher Ulrich Lota. Der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, dementierte gegenüber der „Tagespost“ allerdings die von Pentin behauptete Teilnahme Schönborns. Es habe sich um eine Fachtagung gehandelt, zu der Schönborn tatsächlich eingeladen gewesen sei. Aufgrund seiner Rekonvaleszenz nach einer Prostatakrebsbehandlung habe der Wiener Erzbischof seine Teilnahme allerdings abgesagt.

Alessandro Gisotti, Pressesprecher des Heiligen Stuhls, bezeichnete die Zusammenkunft gegenüber dem „National Catholic Register“ als nicht öffentliches „Studientreffen“ des „Pan-Amazonas Kirchen-Netzwerks“. Im Vorfeld der Synode werde es weitere Treffen dieser Art geben. Gisotti selbst wollte sich jedoch nicht näher zu den Namen der Teilnehmer äußern.

DT/mlu

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost.

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