Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kirche

Vatikan und Viganò: Ein klassisches Nicht-Dementi?

Das Dossier von Erzbischof Carlo Maria Viganò zum Missbrauchsskandal schlägt hohe Wellen. Wann wird der Vatikan darauf reagieren?
Viganò-Papier schlägt hohe Wellen
Foto: Matteo Nardone (Pacific Press via ZUMA Wire) | Viganò hatte bereits als Generalsekretär der Staatsverwaltung der Vatikanstadt beim Vatileaks-Skandal interne Briefe öffentlich gemacht.

Das Dossier von Erzbischof Carlo Maria Viganò zum Missbrauchsskandal schlägt hohe Wellen. Während die einen den früheren Apostolischen Nuntius in den USA für einen ehrenwerten Whistleblower halten, verdächtigen ihn andere, Rache dafür nehmen zu wollen, dass er auf Drängen des ehemaligen Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone aus dem Vatikan wegbefördert wurde.

Viganò war auch am Vatileaks-Skandal beteiligt

Viganò hatte als Generalsekretär der Staatsverwaltung der Vatikanstadt beim Vatileaks-Skandal interne Briefe öffentlich gemacht. Doch die Motive Viganòs sind zweitrangig, entscheidend ist, ob die Fakten, die er in seinem Dossier nennt, stimmen oder nicht. Dazu hüllt sich Franziskus bislang in Schweigen, ebenso Kardinalstaatssekretär Parolin.

DT

Ein klassisches Nicht-Dementi, könnte man meinen. Oder braucht der Vatikan Zeit, um auf Viganò zu antworten? Lesen Sie die dazu die Analyse in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 06. September. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

Themen & Autoren
Carlo Maria Viganò Päpstlicher Botschafter Vatikanstadt Vatileaks

Weitere Artikel

Eine Carbonara zu Füßen von Giordano Bruno regt dazu an, auch moderne Häresien in den Blick zu nehmen.
14.06.2026, 05 Uhr
Mario Monte
Wenn ein hoher Vertreter der US-Administration und der Chefdiplomat des Heiligen Stuhls zeitgleich nach Moskau reisen, darf man über die Hintergründe spekulieren.
03.09.2026, 13 Uhr
Henry C. Brinker

Kirche

Der Heilige Stuhl hat mehrere protokollarische Wünsche der französischen Regierung für die Reise Leos XIV. abgelehnt.
16.09.2026, 18 Uhr
Meldung
Zygmunt Szczesny Felinski kämpfte für die Freiheit Polens und der katholischen Kirche – und bezahlte mit 20 Jahren im russischen Exil. Ein Patriot und Mann der Versöhnung.
17.09.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ist vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die Kirchen in Berlin geben eine Empfehlung, was Wähler berücksichtigen sollten.
16.09.2026, 09 Uhr
Meldung